Etwas abseits, aber dafür mit viel Platz für große Kunst richtet sich Hallen 07 in den Wilhelm-Hallen in Berlin-Reinickendorf an ein breites Publikum.
Mittendrin ein paar „Luftschlösser“ von Christian Jankowski, Installationsansicht, Hallen 07, 2026
Joe Clark/Courtesy Wilhelm Studios
In der größten der Hallen schweben sie im Raum, quasi da, wo sie hingehören: die aus leuchtenden Neonröhren geformten „Luftschlösser“ des Berliners Christian Jankowski. Putzige kleine Türmchen mit spitzen Dächern, die sich windschief nach außen biegen, langgezogene Bogenfenster, krakelige Zinnen. Gefertigt hat Jankowski sie nach Zeichnungen von Beschäftigten unterschiedlicher Gewerke an Berliner Großbaustellen, nach schnell dahingekritzelten Skizzen auf zerknitterten Plänen oder Zetteln.
Nicht nur als Gegenmodelle zu den Entwürfen sogenannter Prestigegebäude Berlins, auch als Sinnbilder für die Kunst an sich könnte man sie verstehen, wo ja auch jemand seine eigenen Ideen, so abwegig sie vielleicht auch erscheinen mögen, einfach umsetzt. Und so hängen die kleinen Schlösschen ziemlich gut in den Wilhelm-Hallen in Berlin-Reinickendorf inmitten des Kunstfestivals Hallen 07. Es ist Teil der Berlin Art Week, hat aber bereits am vergangenen Wochenende begonnen.







