Kunstkollektiv Kunzten in Berlin: Sie winden sich wie Würmer

Junge Kunst an der Spree: Bis Ende der Woche noch kann man in Berlin eine Ausstellung des Kollektivs „Kunzten“ am Flutgraben anschauen.

Blick in die Ausstellung „Echoes“

Moritz Haase

Draußen, direkt vor der Kunstfabrik am Flutgraben, fließt die Spree vor sich hin, umspült von einer Suppe aus Musik von den umliegenden Clubs. Drinnen, in den lichtdurchfluteten Räumen, die das Kollektiv Kunzten gerade bespielt, befasst sich Rebekka Benzenberg in „driving blind“ unter anderem mit der Objektifizierung des weiblichen Körpers. Und sie zeigt auf, was in der heutigen Social-Media- und der übrigen Welt (leider) noch immer Realität ist. Das Werk hat sie mithilfe eines Feuerzeugs erschaffen. Eine Technik, die Sprayer auf Clubtoiletten oft benutzen. Ob sich ihre Bilder dadurch ins Gedächtnis brennen sollen? Oder sie die alten Bilder von Weiblichkeit verbrennen will? Es bleibt unklar.