Manche Veranstaltungen verraten mehr über eine Stadt als ihre berühmtesten Sehenswürdigkeiten es jemals könnten. In Berlin gehört 48 Stunden Neukölln zweifellos dazu. Einmal im Jahr, für ein einziges Wochenende, verschwimmen in diesem Bezirk die Grenzen zwischen öffentlich und privat, Galerie und Straße, Künstler und Publikum. Das Ergebnis ist eine kulturelle Landschaft, die Neugier belohnt: Hinter jeder Ecke wartet eine neue Ausstellung, ein neues Gespräch oder ein weiterer Grund, noch ein wenig länger zu bleiben.
48 Stunden Neukölln verwandelt einen der vielfältigsten Berliner Stadtteile in eine offene Plattform für zeitgenössische Kunst. Gegründet wurde das Festival 1999 vom Kulturnetzwerk Neukölln mit dem Ziel, die öffentliche Wahrnehmung des Bezirks positiv zu verändern und seine kulturelle Vielfalt sowie seine kreativen Gemeinschaften sichtbar zu machen. 27 Jahre später ist es das größte unabhängige Festival für zeitgenössische Kunst in Berlin. Hunderte Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Arbeiten in Galerien, Ateliers, Cafés, Kirchen, Hinterhöfen, Geschäften und anderen ungewöhnlichen Orten im gesamten Bezirk.
Jede Ausgabe steht unter einem eigenen Leitthema – in diesem Jahr: OUT/SIDE/IN. Zu den Höhepunkten der diesjährigen Ausgabe zählt „Entangled Realities“, eine Ausstellung des Berliner Kollektivs RAV Artistrio. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher zu einer immersiven Reise durch zeitgenössische künstlerische Praktiken wie Malerei, Zeichnung, Collage, Mixed-Media-Installationen sowie digitale und KI-generierte Werke ein. Sie verbindet Analoges mit Digitalem, Greifbares mit Ungreifbarem, wobei von Alchemie bis Astrophysik viele Ansätze zum Tragen kommen.







