Am Wochenende gibt es draußen etwas zu lauschen – etwa, wenn ein avantgardistischer Sound durchs Dragoner-Areal weht. Auch der Kiezsalon lädt ins Freie.
Das Splitter Orchester zieht es nach draußen, das Avantgarde-Ensemble ist bekannt für ortsspezifische Performances
Uta Neumann
E ine der wirklich bedeutsamen Biennalen, die der diesbezüglich zunehmend inflationäre Kunstbetrieb hervorgebracht hat, ist die Bienal de São Paulo. Die macht nun erstmals in Deutschland Station, im Haus der Kulturen der Welt. Eröffnet wird die Berlin-Edition „Nicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis“ mit einem Konzert des grenzgängerischen Afro-Jazz-Musikers Ray Lema, bei freiem Eintritt.
Ray Lema wuchs im Kongo auf. Und auch nach Jahrzehnten im Exil blitzt bei ihm die charakteristische Phrasierung des kongolesischen Rumba immer wieder durch, neben vielem anderen, was er klanglich eingesammelt hat. Genregrenzen interessieren Lema wenig, seine Ideen übersetzt er in eine zugängliche musikalische Sprache. Zudem gibt es um 18.15 Uhr – noch vor den Eröffnungsreden – bei der musikalischen Performance „Attuned in the Bantutronic“ Einblicke in ein Genre, bei dem es nicht nur um Bantusprachen, sondern um die Gründungsnarrative Afrikas geht (11. September, 20.30 Uhr, HKW).







