Es tönt vom Kellerbunker bis in den Innenhof: Der Musiksommer bietet nicht nur Soundclashs, sondern auch emotionale Anker im Rahmen der Kyiv Biennale.

Hilft beim „Durchlüften“: Nana Benz du Togo

Arnold Anani

A uch wenn die Rückkehr des Sommers wohl vorläufig keine ganz krasse Hitze mitbringen wird: „Durchlüften“ ist immer eine gute Idee – selbst wenn man sich dafür in den nach wie vor absurd anmutenden Nachbau des Stadtschlosses begeben muss. Dort beginnt am 9. Juli wieder die gleichnamige Reihe, kuratiert von Melissa Perales. Die stammt ursprünglich aus Chicago und bereichert seit den 1990er Jahren hiesige Klangnischen, etwa im Schokoladen.

Über die nächsten vier Wochenenden bringt Melissa Perales klanglichen Eklektizismus und produktive Genre-Clashs aus aller Welt in den Innenhof des Humboldtforums (bei freiem Eintritt). Etwa am 10. Juli den elektrosouligen Auftritt von Nana Benz du Togo: Von Bässen und Polyrhythmen in minimalistischem Gewand angetrieben, liegt der Fokus doch auf eindrucksvollem Gesang.