Diese Woche gibt es kollektiven Jazz, kabarettistische Weltuntergangsoper und eine Filmvorführung mit Kurzkonzert.
Ist das Stereo Total? Na ja, fast, es sind Chang Wang, Mücke und Lilith Stangenberg im Film „Für immer 16“
Rapid Eye Movies
A nfangen, wo es anfängt: Das ist diesmal mittendrin. Beim Festival Kollektiv Nights beginnt diesen Freitag in der Kunstfabrik Schlot schon die zweite Halbzeit, den es läuft seit dem 26. August. Organisiert wird es seit 2007 vom Jazzkollektiv Berlin, dem aktuell die Berliner Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker Almut Kühne, Evi Filippou, Felix Wahnschaffe, Gerhard Gschlössl, Isabel Anders, Johannes Lauer, Philipp Gropper, Marc Schmolling, Ronny Graupe, Taiko Saito und Wanja Slavin angehören. Die Künstler steuern alle mit sehr eigenen Jazzentwürfen zum Festival bei, wobei eine Tendenz zu abenteuerlichen Ansätzen in der Tradition von Free und Avantgardejazz vorherrscht. Die „Kollektivisten“ spielen in ihren eigenen Formationen und laden hier und da Gäste ein.
Beim Projekt Bubble der Schlagzeugerin Evi Filippou etwa, das am Freitag zu hören ist, gilt zwei gegen einen: Zusammen mit Marius Wankel an den Trommeln ist der Saxofonist Fabian Dudek zahlenmäßig unterlegen. Für die Musik muss das keinen Nachteil bedeuten. Zeitgenössisches Liedgut hat ebenfalls seinen Platz im Programm, so beim Duo Lee / Schmolling. Die Sängerin Cavana Lee und der Pianist Marc Schmolling spielen am Sonnabend unter dem Titel „Independently Blue“ Standards und neue Songs, die heute noch unvertraut anmuten mögen, aber womöglich Standards der Zukunft werden könnten. Dazwischen gibt es freie Improvisation ohne Notenvorlage. Solo spielen ist übrigens auch gestattet. Den Sonnabend eröffnet der Gitarrist Ronny Graupe im Alleingang. Besser nicht verpassen (Kunstfabrik Schlot, noch 28. + 29. 8., je 19.30 Uhr).






