Furchtbar. Aber auch furchtbar spannendVielleicht gehören Sie zu den Menschen, denen der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt und die Aussicht auf den ersten rechtsextremen Ministerpräsidenten in Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkriegs dermaßen aufs Gemüt schlagen, dass Sie nichts mehr wissen wollen von dieser schlechten Welt. Nichts mehr wissen wollen von den Medien, die vom allgemeinen Untergang berichten: Das Klima geht den Bach runter, die Wirtschaft geht den Bach runter – und jetzt auch noch die liberale Demokratie. So viele Menschen wollen sich da nur noch verkriechen, dass es auch schon einen Begriff für dieses Phänomen gibt: News Avoidance, die Vermeidung von Nachrichten.
Kanzler Merz am Tag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt
Diese Tage wären allerdings die falschen, damit anzufangen, Nachrichten zu vermeiden. Man kann die politische Entwicklung unseres Landes beängstigend finden oder sogar schrecklich. Aber vor allem ist sie so spannend wie schon lange nicht mehr. Wer ein Interesse daran hat, dass unsere Geschichte doch noch gut weitergeht, darf sich nicht verstecken. Und die gute Nachricht ist ja: Es ist längst noch nicht ausgemacht, wie die Geschichte ausgeht (mehr hier ).Heute ist einer der wichtigsten Tage des Jahres im Deutschen Bundestag: Gerade läuft die sogenannte Haushaltswoche, in der über die Etats der Ministerien gestritten wird. Heute geht es um den Etat des Kanzleramts und damit traditionell um alles. Bei der Generaldebatte messen sich die Spitzenpolitiker der Bundesrepublik rhetorisch, heute erstmals nach der Wahl in Sachsen-Anhalt und kurz vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.













