Außerdem geht es in dieser Folge um den Trend zum Vogelbeobachten und seine positiven Effekte.Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Was steckt hinter dem sogenannten Helfer-Syndrom? Warum kann übermäßige Fürsorge nicht nur der eigenen Person, sondern auch anderen schaden? Und welche Erfahrungen können dazu führen, dass Menschen ihren eigenen Wert davon abhängig machen, für andere da zu sein? In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ spricht die Psychotherapeutin, Podcasterin und Autorin Franca Cerutti darüber, wo die Ursachen eines ausgeprägten Helferverhaltens liegen und wie Betroffene Schritt für Schritt aus solchen Mustern herausfinden können.Warum manche Menschen ständig für andere da sein müssenHilfsbereitschaft ist grundsätzlich etwas Positives. Problematisch kann sie aber werden, wenn Menschen nicht mehr aus freien Stücken helfen, sondern das Gefühl haben, für andere da sein zu müssen. Dann kann das Helfen zu einem Muster werden, bei dem die eigenen Bedürfnisse dauerhaft in den Hintergrund treten. Übermäßiges Helfen kann außerdem auch dazu dienen, den eigenen Selbstwert zu stabilisieren. Manche Menschen haben im Laufe ihres Lebens verinnerlicht, nur dann wertvoll oder liebenswert zu sein, wenn sie besonders viel für andere tun. Aus der Überzeugung „Ich muss gebraucht werden“ kann so ein ständiger Druck entstehen, Erwartungen zu erfüllen. Warum Nein-Sagen so schwerfallen kannBesonders deutlich zeigt sich das Problem beim Setzen von Grenzen. Ein „Nein“ kann sich für Betroffene nicht wie eine normale Entscheidung anfühlen, sondern beinahe wie eine Zurückweisung oder sogar eine Gefahr für die Beziehung. Eine mögliche Ursache liegt in der eigenen Biografie. Wer bereits als Kind erlebt hat, dass Zuwendung und Anerkennung an Bedingungen geknüpft sind – etwa daran, besonders angepasst, still oder hilfsbereit zu sein –, kann solche Muster später verinnerlichen. Dann entsteht die Vorstellung, Beziehungen nur aufrechterhalten zu können, wenn man die Erwartungen anderer erfüllt. Übermäßiges Helfen kann dabei auch für die Menschen problematisch werden, denen geholfen wird. Wer anderen regelmäßig Aufgaben abnimmt, kann ungewollt vermitteln: „Ich traue dir das nicht zu.“ Gleichzeitig fehlt der anderen Person die Möglichkeit, bestimmte Fähigkeiten selbst zu entwickeln. So kann ein Kreislauf entstehen, in dem immer mehr Hilfe notwendig zu werden scheint. Wie man lernt, nicht immer sofort einzuspringenWer bei sich selbst ein solches Muster erkennt, kann zunächst damit beginnen, die eigene Hilfsbereitschaft bewusster wahrzunehmen. Wichtig ist die Frage, ob man tatsächlich helfen möchte oder ob man aus Angst vor Ablehnung oder einem schlechten Gewissen handelt. Ein erster Schritt kann sein, mit dem sogenannten vorauseilenden Gehorsam aufzuhören. Damit ist gemeint, Aufgaben zu übernehmen oder Hilfe anzubieten, obwohl die andere Person noch gar nicht darum gebeten hat. Statt sofort einzuspringen, kann es deshalb helfen, zunächst abzuwarten: Wird überhaupt um Hilfe gebeten? Braucht die andere Person tatsächlich Unterstützung? Und ist es gerade auch für mich in Ordnung zu helfen? Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.