Nach dem desaströsen CDU-Wahlergebnis will der Kanzler an seiner Kommunikation arbeiten. An seinen Grundüberzeugungen ändert sich aber nichts – und das ist ein Problem.

Der Kanzler übernimmt die Verantwortung: Friedrich Merz am Montag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

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D er Kanzler im Nesselhemd, das erlebt man selten. Friedrich Merz unterließ am Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt immerhin jeden Versuch, die Lage schönzureden – „Schwerste Wahlniederlage seit Jahrzehnten“ – und übte Selbstkritik: „Ich werde versuchen, das besser zu machen.“ Damit übernahm Merz zu Recht die Verantwortung für ein Wahlergebnis, das die CDU an den Abgrund und die Rechtsextremen wohl an die Macht bringt. Dass er daraus die richtigen Konsequenzen zieht, ist indes nicht zu erwarten.

Der Kanzler, der es zuverlässig schafft, den falschen Ton zu treffen, will an seiner Kommunikation arbeiten. Er wolle die Menschen in ihrer Emotionalität besser erreichen, ihre berechtigten Sorgen adressieren. Bei diesen Worten wird einem doch sofort warm ums Herz. Entscheidend ist aber, dass Merz betont, er stehe zu seinen Grundüberzeugungen.