PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsGenial daneben und jetzt wieder daAudi A2 gestern und heuteStand: 07.09.2026Lesedauer: 6 MinutenDer Audi A2 war seiner Zeit vorausQuelle: AudiEr war ein technisches Kabinettstück, das kaum einer wollte: Vor 25 Jahren baute Audi mit dem A2 eines der ersten Drei-Liter-Autos der Welt. Wirtschaftlich war er ein Flop, doch als innovatives Aushängeschild feiert er jetzt ein Comeback. SP-X/Ingolstadt. Es ist eher, als würde man eine Zeitkapsel steigen als in ein Auto: Wer nach 25 Jahren noch einmal im Audi A2 fährt, der stutzt über die hohe, schmale Fahrgastzelle, die fast senkrechten Scheiben oder die Stupsnase am Bug. Ja, das Cockpit hat mit analogen Instrumenten und den roten Digitalanzeigen des Bordcomputers den originalen Charme der Jahrtausendwende. Aber von außen sieht nichts am A2 so aus, wie ein Auto der 2000er eigentlich aussehen sollte. Und genau das war der Punkt: Der A2 sollte nicht schön sein, er sollte klug sein. Als Audi ihn im Herbst 1999 auf der IAA vorstellte und im Sommer 2000 auf die Straße brachte, war er der kompromissloseste Versuch der Marke, Physik zu schlagen - mit allem, was Ingenieure damals aufbieten konnten.
Der Wagen ist mit 3,83 Metern kurz, aber alles andere als klein gedacht. Die Karosserie besteht - wie damals sonst nur beim Flaggschiff A8 - aus Aluminium, gefertigt als sogenannter Spaceframe, dazu Bauteile aus dem seinerzeit exotischen Magnesium und hohl gebohrte Antriebswellen. Das Ergebnis: gerade einmal 855 Kilogramm Leergewicht, gut drei Zentner weniger als vergleichbare Kleinwagen jener Jahre. Dazu ein cw-Wert von 0,25 - zu einer Zeit, als ein VW Polo im besten Fall auf 0,32 kam und sich außer Audi kaum jemand für die Aerodynamik eines Kleinwagens interessierte. Erst die Elektromobilität hat der breiten Masse später beigebracht, warum Luftwiderstand und Gewicht über die Reichweite entscheiden. Der A2 wusste es schon, als noch niemand danach fragte.














