PfadnavigationHomePolitikDeutschlandErststimmenSiegmund triumphiert auch in eigenem Wahlkreis – CDU gewinnt kein einziges DirektmandatStand: 07.09.2026Lesedauer: 2 MinutenDie AfD gewinnt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt deutlich, verpasst aber die absolute Mehrheit. Die CDU erleidet eine desaströse Niederlage. Die Partei hat kein einziges Direktmandat gewonnen.In allen 41 Wahlkreisen müssen sich die CDU-Kandidaten nach vorläufigen Zahlen geschlagen geben, darunter auch Ministerpräsident Schulze. In 38 Wahlkreisen setzen sich Kandidaten der AfD durch – wie Spitzenkandidat Ulrich Siegmund im Wahlkreis Genthin.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenNach der historischen Wahlpleite reißen die schlechten Nachrichten für die CDU nicht ab: Die Partei hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kein einziges Direktmandat gewonnen. In allen 41 Wahlkreisen mussten sich die Kandidaten der bisherigen Regierungspartei nach Auszählung aller Stimmen geschlagen geben. In 38 Wahlkreisen setzten sich Kandidaten der AfD durch, darunter auch Spitzenkandidat Ulrich Siegmund im Wahlkreis Genthin. Nur in den großen Städten Magdeburg und Halle gelang der AfD demnach kein Durchmarsch.In einem Magdeburger Wahlkreis und zwei Wahlkreisen in Halle gewannen zwei Bewerber der Linken das Direktmandat. Bei der Landtagswahl 2021 hatte die CDU sich noch in 40 der 41 Wahlkreise das Direktmandat gesichert, ein Direktmandat ging damals an die AfD. Entscheidend für die Wahl des Direktkandidaten ist die Erststimme, aus dem Zweitstimmenergebnis ergibt sich die Sitzverteilung im Landtag.Sachsen-Anhalts CDU-Vorsitzender Sven Schulze ist mit seiner Partei somit nicht nur auf Landesebene gescheitert, sondern auch im eigenen Wahlkreis. Schulze, der erstmals bei einer Landtagswahl als Direktkandidat antrat, verlor im Wahlkreis Magdeburg III gegen den AfD-Kandidaten Christian Mertens.Der Ministerpräsident erreichte nach Angaben der Landeswahlleitung 31,7 Prozent der Erststimmen, Mertens kam auf 35,2 Prozent. Der 47-jährige Schulze wurde Anfang dieses Jahres als Nachfolger von Reiner Haseloff zum Regierungschef gewählt, nachdem er zuvor Wirtschaftsminister und Europa-Abgeordneter gewesen war.Lesen Sie auchGanz anders lief es für den klaren Wahlsieger: AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat das Direktmandat in seinem Wahlkreis geholt. Siegmund wurde im Wahlkreis Genthin laut vorläufigem Ergebnis mit 49,0 Prozent gewählt, wie das Statistische Landesamt in Halle an der Saale in der Nacht zum Montag mitteilte.Deutlich dahinter folgte Thomas Staudt (CDU) mit 24,0 Prozent. Bei der Wahl 2021 hatte Staudt noch mit 31,3 Prozent das Direktmandat in dem Wahlkreis geholt. Siegmund landete damals mit 26,6 Prozent auf Platz zwei.dpa/saha