Papierflugzeuge, die auf die Bühne fliegen, Menschen in Bananenkostüm, die die Redner:innen am Pult bedrängen und Forscher:innen, die an ein gemeinsames Seil „gefesselt“ auf ihre Plätze geführt werden – was klingt, wie eine wilde Mischung aus dem Kölner Karneval und einem Gerichtsprozess mit Straftäter:innen, ist eigentlich die ganz normale jährliche Verleihung der sogenannten „Ig Nobelpreise“, die am 3. September 2026 stattfand. Das ist im Englischen ein Wortspiel aus „ignoble“ und steht für „unedel“. Ausgezeichnet wird dabei „unglaubwürdige Wissenschaft“, die die Menschen zunächst zum Lachen und dann zum Nachdenken bringen soll.Anzeige
Ig Nobelpreise: Wilde Mischung aus der Forschung
Ausgedacht hat sich das Marc Abrahams bereits 1991. Seitdem vergibt er jährlich die Auszeichnung in zehn wissenschaftlichen Fachrichtungen. In diesem Jahr besteht der gebastelte Award aus einem Plastikfuß, der gut auch eine Requisite in einem Monty-Phython-Film hätte sein können. Zwischen den Zehen und aus dem Knöcheln entspringen Pilze und das ganze thront auf einem Stück nachgeahmten Blauschimmelkäse. Das (nicht näher beachtete) Thema des Abends lautet: Fungi, also Pilze. Wer hätte das gedacht?
Neben der Skurrilität der Beiträge hat die Veranstaltung in diesem Jahr noch etwas Besonders: Erstmals findet sie in Zürich in der Schweiz statt. Traditionell wurde sie in Boston in den USA am Massachusetts Institute of Technology (MIT) abgehalten. Doch 2026 entschied sich Abrahams für einen Ortswechsel nach Europa. Das hatte ihn die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr gezeigt. 2025 reisten nur vier der zehn Preisträger:innen und Teams in die USA, bei den Daheimgeblieben waren die Einreisechancen zu unklar.Anzeige










