Ein weiteres Datenpaket aus dem groß angelegten Hackerangriff auf die Berliner Senatsverwaltung ist in der Nacht zum Sonntag veröffentlicht worden. Das teilte der Senat am Sonntag in der Bundeshauptstadt mit.Die nach der ersten Veröffentlichung gestohlener Informationen am Freitag ergriffenen Maßnahmen seien vorsorglich nochmals »in einigen Aspekten nachgeschärft« worden. Die zusätzlichen Maßnahmen könnten bei der Nutzung von Fachverfahren in der Bauverwaltung kurzfristig zu Einschränkungen führen, so die Senatskanzlei. »Alle Nutzerinnen und Nutzer werden darüber informiert«, so die Senatskanzlei.
Auswirkungen seien auch für Bürgerinnen und Bürger möglich, sagte eine Senatssprecherin auf dpa-Anfrage. Dazu, um welche Fachverfahren es geht und um welche konkreten Maßnahmen, machte sie keine Angaben. Ein Fachverfahren ist etwa das Beantragen und Bewilligen von Wohngeld.Die kriminelle Hackergruppe Rhysida hatte sich vom 7. bis zum 12. August unbemerkt Zugang zu Teilen des Berliner Landesnetzes verschafft und Daten abgeschöpft. Betroffen waren die Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr. Die Verwaltung bemerkte den Angriff am 14. August und machte ihn drei Tage später öffentlich.
Die Hacker wollten zwei Millionen Euro Lösegeld in Bitcoin erpressen, die Summe sollte bis Freitag gezahlt werden. Die Berliner Landesregierung erklärte aber, dass sie sich nicht erpressen lasse, und zahlte nicht. Nach Ablauf der Frist am Freitag wurden rund 1,4 Millionen Dateien zum Download angeboten.











