Stand: 05.09.2026 • 14:38 Uhr
Nach dem Hackerangriff auf die Berliner Landesverwaltung haben Cyberkriminelle etliche gestohlene Daten im Internet zum Herunterladen veröffentlicht. Zuvor war ein Ultimatum abgelaufen.
Nach Ablauf eines Ultimatums haben mutmaßlich die Hacker, die sich Zugang zum Berliner Landesnetz verschafft hatten, Daten zum Download veröffentlicht. Das gab die Hackergruppe Rhysida am Freitagnachmittag auf ihrer Webseite im Darknet bekannt.
Nach rbb-Informationen wurden rund 1,4 Milllionen Daten in mehreren Paketen zugänglich gemacht. Nachdem der Link zu den Datenpaketen zunächst eine Fehlermeldung generiert hatte, sind inzwischen zahlreiche Ordner zu sehen. Ersten Erkenntnissen des rbb zufolge sind darunter auch Teile von Personalakten, eingescannte Ausweise, Gehaltsabrechnungen, Arbeitszeugnisse und Vertragsunterlagen. Darüber hinaus finden sich auch möglicherweise sensible Informationen zu Bauprojekten, etwa am Bundeskanzleramt, sowie Daten zur kritischen Infrastruktur. Wie sicherheitsrelevant diese Daten sind, ist bislang allerdings noch unklar. Ebenfalls unklar ist, ob es sich um die gesamte Menge der Anfang August gestohlenen Daten handelt.
Wie der Berliner Senat mitteilte, führen die Sicherheitsbehörden derzeit "eine intensive Datenprüfung durch". Demnach untersuchen auch IT-Forensiker im Auftrag des Landes Berlin die veröffentlichten Daten. "Sofern im Rahmen der Analyse einzelne betroffene Personen identifiziert werden, werden diese risikobasiert und entsprechend der gesetzlichen Vorgaben von den zuständigen Senatsverwaltungen informiert", hieß es weiter. Bürger, die Hinweise darauf hätten, dass ihre Daten veröffentlicht wurden oder für Straftaten genutzt werden, sollten Strafanzeige erstatten. IT-Experten warnten bereits davor, dass Betrüger die Dokumente nutzen könnten, um Identitätsdiebstahl zu begehen, beispielsweise mit eingescannten Unterschriften auf Verträgen oder Angaben zu Bankverbindungen und ähnlichen Informationen.










