Nach dem Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung hat Grünenfraktionsvize Konstantin von Notz von einem »echten Daten-Super-GAU« gesprochen und Vorwürfe gegen das Land Berlin und die Bundesregierung erhoben. Der Angriff scheine »sehr viel weitreichender als zunächst bekannt«, sagte von Notz dem »Handelsblatt« . »Sollte sich herausstellen, dass Schutzmechanismen bewusst nicht eingehalten wurden und der dringend notwendige Geheimschutz nicht gewährleistet war, wären auch personelle Konsequenzen unausweichlich.«
Unter den veröffentlichten Dateien befänden sich offenbar »zahlreiche hochsensible Informationen«, darunter Angaben zu kritischer Infrastruktur und Notfallplänen, betonte der Grünenpolitiker. Es könne sich um den schwersten bislang bekannt gewordenen IT-Sicherheitsvorfall auf Landesebene handeln.Trotz wiederholter Warnungen seien »bekannte Sicherheitslücken« nicht geschlossen worden, kritisierte von Notz. Die finanziellen Folgen des Hackerangriffs könnten erheblich sein. »Der jüngste Fall in Berlin wird die Steuerzahler Millionen kosten. Die Bundesregierung trifft eine direkte Mitschuld.«
Zahlreiche interne Daten im DarknetTatsächlich ist der Hack einer der für Deutschland folgenreichsten der vergangenen Jahre: Die Hackergruppe Rhysida hat am Freitag große Mengen erbeuteter Daten ins Netz gestellt, nachdem sich der Berliner Senat geweigert hatte, ein Millionenlösegeld zu zahlen.Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Bedeutung und den Inhalten der Leaks finden Sie hier in einem ausführlicheren Artikel.











