Nach Hackerangriff : Wegner: „Das Land Berlin wird erpresst“28.08.2026, 16:57Lesezeit: 2 Min.Hacker haben sich Zugang zur Berliner Verwaltung verschafft. Jetzt gibt es einen Erpressungsversuch. Der Regierende Bürgermeister will nicht darauf eingehen.Nach dem Mitte August bekannt gewordenen Hackerangriff auf das Datennetz der Verwaltung ist Berlin mit einem Erpressungsversuch konfrontiert. Berlin sei Opfer einer schweren Straftat geworden, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nach einer Sondersitzung des Senats im Roten Rathaus. „Das Land Berlin wird erpresst.“Der rbb berichtet, dass eine Lösegeldforderung an das Land Berlin eingegangen ist. Wegner kündigte an, der Senat werde auf die Forderungen der Erpresser nicht eingehen. Die Sicherheitsbehörden von Land und Bund arbeiteten mit Hochdruck daran, die „Tätergruppe“ zu fassen, so Wegner. Gleichzeitig werde weiterhin überprüft, welche Daten abgeflossen seien. Welche Summe gefordert wird und womit die Täter konkret drohen, sagte der Regierende Bürgermeister nicht.Sensible Daten betroffenAm Mittwoch aber teilte die Senatskanzlei mit, dass möglicherweise doch personenbezogene oder andere nicht-öffentliche Daten abgeflossen seien. Zuvor war nur von Geodaten die Rede, die ohnehin im Netz frei verfügbar seien.Außerdem steht mittlerweile fest, dass der Angriff deutlich früher begonnen hat, als er bekannt wurde. Nach neuen Erkenntnissen sind bereits vom 7. bis 12. August Daten abgeflossen. Die Hacker waren also schon mindestens eine Woche vor der Entdeckung des Vorgangs ins Berliner Landesnetz eingedrungen.Damit ist aber noch nicht sicher, wann der Cyberangriff tatsächlich gestartet wurde, der Zeitpunkt kann durchaus noch davor liegen. Das Berliner Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft ermitteln zu dem Vorgang.Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) betonte am Freitag, dass die Abgeordnetenhauswahlen am 20. September durch den Vorfall nicht gefährdet seien. „Die Wahl ist zu 100 Prozent abgesichert“, sagte sie.An die Hacker gewandt sagte Spranger: „Wir lassen uns nicht erpressen, und wir werden uns nicht erpressen lassen.“ Der Bundesinnenminister sei über den Erpressungsversuch gestern Abend informiert worden. Er habe dem Senat alle Bundesbehörden zur Verfügung gestellt.