Es gab Zeiten, da saßen Familien mit klobigen Plastikbrillen auf der Couch, starrten auf flackernde Bildschirme und redeten sich ein, das sei jetzt der große Fortschritt. Schließlich war 3D-Fernsehen doch die ganz heiße Nummer auf der IFA in den Jahren 2009 und 2010. Doch so schnell der Trend ausgerufen wurde, so schnell verschwand er auch wieder. Zu den berühmten IFA-Flops gehören auch gekrümmte Bildschirme, Musikkassetten mit Digitalton oder interaktive CDs, auf die analoge Urlaubsfotos gebrannt wurden.Anzeige
Auf der IFA wurde all das mit gigantischem Budget als nächste Ära der Unterhaltungselektronik inszeniert. Manches war ingenieurtechnisch brillant. Manches schlicht überflüssig. Und manches kam genau an jenem Tag zur Welt, an dem die nächste Technologieepoche bereits anklopfte. Die IFA, die seit Jahren nicht mehr Internationale Funkausstellung heißen möchte, war in ihrer Geschichte immer wieder Bühne von echten Innovationen, wie das erste elektronische Fernsehen weltweit (1931), der UKW-Rundfunk (1950), die Compact Cassette (1963), das PAL-Farbfernsehen (1967) oder die CD (1981). Die IFA war aber immer auch eine große Bühne für Techniken, die kaum jemand haben wollte.
Video 2000: Das Debakel eines Spezifikations-Siegers













