Es riecht nach Technik. Nach Technik, die nicht technisch aussieht, sondern nach Möbelstück oder Accessoire. Das ist keine allzu große Überraschung, denn immerhin sind wir hier auf der IFA, der größten Messe Europas für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte.Interessant ist vielmehr, woher die Händler kommen. Von rund 1900 Ausstellern stammen dieses Jahr 931 aus China, hinzu kommen Dutzende aus Hongkong. Lange galten chinesische Produkte als billige Kopien, heute geben sie in Robotik und Künstlicher Intelligenz den Takt an.Politiker (der Kanzler ist nicht dabei) werden beim Eröffnungsrundgang jedoch erst einmal zu den deutschen Herstellern geführt. Eisern hält man an der Devise fest, dass „Made in Germany“ immer noch state of the art ist. So weit, so naiv.Natürlich sind Bosch, Kärcher und Liebherr große Namen deutscher Ingenieurskunst, aber das war’s dann auch schon. Alles, was intelligent sein soll – also smarte Kühlschränke, Fensterputzroboter und dergleichen –, kommt nicht ohne chinesische Chiptechnologie aus.