Bis 2030 will sich die EU aus eigener Kraft verteidigen können, dieses Ziel haben sich die Staaten gegeben. Doch das werde schwierig, mahnt der Europäische Rechnungshof. Er hält vor allem zwei Probleme fest.

03.09.2026, 17.25 Uhr

Transport von Patriot-Verteidigungssystemen: »Es wird schwierig, bis 2030 strategische Autonomie zu erreichen«

Die Summen, die europäische Staaten neuerdings in Rüstung investieren, sind gewaltig: Zwischen 2020 und 2025 sind die Verteidigungsausgaben der EU-Länder um fast 80 Prozent gestiegen, berichtet der Europäische Rechnungshof. Allein in Deutschland geht es mittlerweile um mehr als 90 Milliarden Euro pro Jahr.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine sowie hybride Attacken, auch in Deutschland, haben die Wehrfähigkeit in den Blickpunkt gerückt. Zugleich ist auf den alten Bündnispartner USA unter Präsident Donald Trump immer weniger Verlass.Doch ist es realistisch, dass die EU bis 2030 verteidigungsbereit wird, im Zweifel auch ohne Hilfe von außen? Und ist allein mehr Geld die Lösung? Die Rechnungsprüfer der EU äußern in einer neuen Analyse Bedenken: Das im vergangenen Jahr offiziell ausgerufene Ziel, bis 2030 verteidigungsbereit zu werden, stelle »nach wie vor eine Herausforderung dar«, konstatiert Marek Opioła, zuständiges Mitglied des Rechnungshofs.