In Wolfsburg kommt es morgen zum Showdown. Seit Monaten gilt die Volkswagen-Aufsichtsratssitzung als eine Art Schicksalstermin. Verhandelt werden soll dabei nicht weniger als die Zukunft des größten deutschen Industriekonzerns, auf dem Tisch liegen die härtesten Einschnitte, die dieses Unternehmen je gesehen hat. Bislang zeigen sich die Konfliktparteien unversöhnlich , Betriebsrat und das Land Niedersachsen haben beispielsweise mehrfach klargemacht, die von Volkswagen-Boss Oliver Blume (58) ins Spiel gebrachten Werksschließungen nicht mitzutragen. Gleichwohl gab es im Laufe der Woche intern bereits mehrere Vermittlungsversuche, wie mein Kollege und Volkswagen-Experte Michael Freitag berichtet .

Welche Entscheidungen es am Freitag geben wird und ob überhaupt welche, ist noch unklar. Ein Kompromiss ist möglich, genauso wie eine komplette Eskalation – mit außerordentlicher Hauptversammlung, Arbeitskampf inklusive Streiks und jahrelangem Rechtsstreit. Alles, was Sie über den explosiven Aufsichtsratsgipfel wissen müssen, lesen Sie hier .

Zustimmung statt Unterstützung: VW-Chef Oliver Blume will sein Sparprogramm im Aufsichtsrat durchsetzen

Die Wirtschaftsnews des Tages:Nicht nur in Wolfsburg, auch in Bonn kommt es zum Showdown. Paul Singer (82) mischt sich offenbar bei der Deutschen Telekom ein: Der von ihm gegründete Hedgefonds Elliott soll eine größere Beteiligung aufgebaut haben, um eine Milliardenfusion des Konzerns mit der Tochter T-Mobile US zu verhindern. Stattdessen fordert er kräftigere Aktienrückkäufe von Telekom-Chef Tim Höttges (63).Nach einer versuchten Brandsatzattacke auf ein Firmengebäude mit Rüstungsunternehmen in München gehen Ermittler von einem politischen Hintergrund aus. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Zu den betroffenen Firmen gehört nach eigenen Angaben der Technologie- und Sicherheitskonzern Rohde & Schwarz.Böses Foulspiel von Ex-Microsoft-CEO Steve Ballmer (70). Die NBA sperrt den Besitzer der Los Angeles Clippers für ein Jahr, nachdem Gehalts-Schummeleien bei seinem früheren Topstar Kawhi Leonard (35) ans Licht gekommen sind. Zusätzlich muss der Club fünf Erstrundenpicks, also Auswahlrechte, abgeben und 30 Millionen Dollar Strafe zahlen. Meine Prognose: Auch dieses Jahr verpassen die Clippers die Play-offs.