Vier deutsche VW-Werke stehen auf der Kippe, Zehntausende Arbeitsplätze sind bedroht – und wieder beginnt das bekannte Schauspiel. Der Vorstand droht mit dem Aus von Standorten, die IG Metall stemmt sich dagegen, das Land Niedersachsen vermittelt. Dann wird über Arbeitszeiten, Lohnkosten und neue Fristen gefeilscht. Am Ende steht womöglich ein Kompromiss, mit dem alle Beteiligten irgendwie leben können.Nur: Volkswagen kann so nicht weitermachen. Bei aller berechtigten Sorge um Beschäftigte in Zwickau, Emden, Hannover oder Neckarsulm sollte sich niemand der Illusion hingeben, dass sich die historische Krise des Konzerns einfach wegverhandeln lässt. Nicht jedes Werk wird auf Dauer zu retten sein. Nicht jede Produktionslinie kann in Deutschland bleiben. Und nicht jeder der heute noch vorhandenen Arbeitsplätze wird die Transformation überstehen. Diese Realität noch länger zu verdrängen, hilft weder den Beschäftigten noch VW.