IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschef Stavros Christidis vor dem Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover

Volkswagen steckt in der Krise. Für sein Werk in Hannover sieht der Konzern nach dem Auslaufen der aktuellen Produkte Anfang der 2030er-Jahre bislang keine wirtschaftliche Nachfolgebelegung. Das sagte Finanzvorstand Arno Antlitz laut einer Mitteilung bei einer Sonderbetriebsversammlung. Aus heutiger Sicht gelte dies für insgesamt vier deutsche Standorte.

Europaweit will Volkswagen Kapazitäten für rund 500.000 Fahrzeuge abbauen. Andernfalls entstehe dauerhaft ein Kostennachteil von rund 1,5 Milliarden Euro jährlich, sagte Antlitz demnach. Die Fabrikkosten in Hannover seien trotz Verbesserungen weiterhin deutlich höher als in anderen europäischen Werken.Gewerkschaft fordert Perspektiven über 2030 hinausEs ging und geht um nicht weniger als die Zukunft des Konzerns, zu dem auch Porsche und Audi gehören – VW ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland.

Die Führung will die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern, Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen um Arbeitsplätze und Standorte. Schon in dieser Woche könnte der Sparkurs bei einer Aufsichtsratssitzung konkreter werden.