Bei VW steht es spitz auf Knopf, CFO Arno Antlitz stellt sich heute in Hannover den Beschäftigten. Der Aufsichtsrat wird voraussichtlich am Freitag über die Sparpläne entscheiden, die IG Metall bringt sich schon mal in Stellung.

31.08.2026, 11.40 Uhr

In Reih und Glied: Der Anblick scheinbarer Ordnung und Ruhe bei Volkswagen täuscht

Zehntausende Arbeitsplätze bedroht, ganze Werke auf dem Prüfstand – bei VW gibt es enormen Gesprächsbedarf: Nach einer Reihe außerordentlicher Betriebsversammlungen steht bei Volkswagen heute in Hannover das vorerst letzte dieser Treffen zwischen Vorstand und Belegschaft vor möglichen neuen Beschlüssen an. Es ging und geht um nicht weniger als die Zukunft des Konzerns, zu dem auch Porsche und Audi gehören – VW ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland.

Die Führung will die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern, Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen um Arbeitsplätze und Standorte. Schon in dieser Woche könnte der Sparkurs bei einer Aufsichtsratssitzung konkreter werden. Volkswagen steuert auf eine historische Eskalation zu. Der laufende Arbeitsplatzabbau – 50.000 Stellen bis 2030 – reicht aus Sicht des Vorstands um Konzernchef Oliver Blume (58) nicht aus. Das Management arbeitet an einem „Zielbild 2030“. Seitdem wird um Zehntausende zusätzliche Stellen und vier ganze Standorte gebangt: Emden, Zwickau, das Audi-Werk in Neckarsulm und eben Hannover, wo Nutzfahrzeuge gebaut werden.