Wolfsburg (dpa) - VW zeigt Verständnis für die Proteste der IG Metall gegen mögliche Sparpläne - hält aber an seinem Kurs fest. „Die genauen Inhalte des Zukunftsplans und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen werden heute zwischen Aufsichtsrat und Vorstand der Volkswagen AG erörtert“, sagte ein Sprecher. Dabei gehe es unter anderem darum, Komplexität zu reduzieren, Beteiligung zu straffen, Entwicklung und Produktion regionaler auszurichten: „Und ja, wir werden auch Überkapazitäten abbauen müssen.“Nach der Aufsichtsratssitzung will Volkswagen zügig über mögliche Entscheidungen informieren, wie der Sprecher weiter sagte: „Über die Ergebnisse der heutigen Aufsichtsratssitzung und getroffene Entscheidungen werden wir schnellstmöglich informieren.“ Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.IG Metall protestiert gegen SparpläneDie IG Metall tritt den Plänen heute mit einem bundesweiten Aktionstag an allen Standorten entgegen, in Wolfburg ist eine Kundgebung direkt am Vorstandshochhaus geplant, wo sich am Nachmittag ab 14.30 Uhr der Aufsichtsrat trifft. Berichten zufolge berät dort bereits seit 8 Uhr das Aufsichtsratspräsidium, um die Sitzung vorzubereiten.„Wir haben Verständnis für die öffentliche Meinungsäußerung der Mitarbeitenden, auch in Form der heute stattfindenden Aktionen an verschiedenen deutschen Standorten“, sagte der Konzernsprecher. „Wir können nachvollziehen, dass sich die Belegschaft Sorgen um die Zukunft unseres Unternehmens macht.“ Vorstand und Aufsichtsrat teilten diese Sorgen - und reagierten nun mit einem umfangreichen Zukunftsplan. „Ziel ist es, den Volkswagen Konzern inklusive aller Marken und Tochtergesellschaften schneller, robuster und wettbewerbsfähiger zu machen.“© dpa-infocom, dpa:260709-930-357637/1