Stand: 02.09.2026 • 08:56 Uhr

Auch eine Woche nach der verheerenden Sturzflut in Nepal und China suchen Rettungskräfte nach Überlebenden - trotz erschütternder Bilder, trotz steigender Opferzahlen. Denn es gibt sie: die Momente, die Hoffnung geben.

Menschen werden zu Nummern - BHF 23, BHF 216, BHF 254. In der schweren, roten Erde in einem Wald bei Chitwan werden hunderte Leichen bestattet. Niemand weiß bisher, wer sie sind.

Chitwan ist eigentlich bekannt für einen Nationalpark mit Tigern und Nashörnern. Jetzt aber sammeln sich hier die Toten, an der Mündung des Trishuli in den Narayani. "Die Sturzflut hat zahlreiche Leichen flussabwärts geschwemmt, die entlang der Ufer des Flusses Narayani aufgefunden wurden", berichtet Dharma Thapa von der Polizei in Chitwan. Die Toten seien aus dem Fluss geborgen und in das Bezirkskrankenhaus gebracht worden, wo DNA-Proben entnommen worden seien.

Die Menschen, die die Sturzflut mitgerissen hat, wurden mit dem Wasser kilometerweit, manche bis zu 100 Kilometer weit, über Geröll und Felsen geschleift. Viele sind nicht mehr zu erkennen, teils können nur Leichenteile geborgen werden - einige wurden hoch oben in Bäumen gefunden, nachdem die Flut zurückgegangen war.