Nach der Sturzflut im Norden Nepals an der Grenze zu China hat sich die Zahl der Todesopfer weiter erhöht. Die nationale Katastrophenschutzbehörde meldete am Samstag 675 Tote. Mit den bislang sieben aus China gemeldeten Todesopfern liegt die Gesamtzahl damit bei 682.
Fast 3000 Menschen werden weiterhin vermisst, darunter nach nepalesischen Angaben mindestens acht Deutsche und zahlreiche ausländische Touristen. Das nationale Tourismusbüro teilte am Samstag in einer offiziellen Mitteilung mit, bis 18 Uhr Ortszeit seien 261 ausländische Staatsbürger gerettet worden, 320 gälten demnach weiterhin als vermisst.Unter den Geretteten befindet sich eine vierköpfige Familie aus Deutschland, die am Freitag mit einem Armeehubschrauber aus dem Katastrophengebiet ausgeflogen wurde. Das Auswärtige Amt sprach unterdessen von einer »hohen einstelligen Zahl deutscher Staatsbürger unter den Vermissten«. Die deutschen Auslandsvertretungen in Nepal und China stünden mit Angehörigen und örtlichen Behörden in engem Kontakt.
Starker Regen und Schlamm erschweren RettungsarbeitenDerweil kämpfen Rettungskräfte weiter gegen die gewaltigen Schlamm- und Geröllmassen an. Dichter Nebel und teils heftiger Monsunregen erschweren die Suche nach Überlebenden zusätzlich. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, müssten in Nepal die Rettungsarbeiten vorübergehend ausgesetzt werden. Auch im benachbarten Tibet beeinträchtige der Regen die Rettungsarbeiten.










