Anhand von Fotos müssen Menschen in Nepal ihre vermissten Angehörigen identifizieren. Den Krankenhäusern geht der Lagerraum für die vielen Toten aus.
Der Schmerz über den Verlust von Geliebten, Freund*innen und Angehörigen ist groß bei den Überlebenden in Nepal
Athit Perawongmetha/Reuters
Vor Krankenhäusern und Notlagern in Nepal warten weiter Menschen auf Informationen über ihre vermissten Angehörigen. Sie hoffen, ihre Namen auf den Listen der Behandelten und Aufgenommenen zu entdecken. Doch die Hoffnung, sie noch lebend zu finden, schwindet. Knapp eine Woche ist es her, dass am 7.227 Meter hohen Berg Langtang Lirung ein Teil eines Gletschers abbrach und eine verheerende Flutwelle entfesselte. Auf ihrem Weg riss sie Gebäude und Menschen mit sich, noch immer gelten etwa 4.000 Menschen als vermisst. Der nepalesische Katastrophenschutz meldete über 1.000 Tote, die Zahl steigt weiter an. Mindestens 11.800 Menschen konnten bislang gerettet werden. Neben Nepal ist auch Tibet betroffen.
„Die Flut am Fluss Bhotekoshi war keine gewöhnliche Überschwemmung. Sie war eine der größten Katastrophen, die die Himalaya-Region erlebt hat“, schreibt Nepals Premierminister Balen Shah in einer Zwischenbilanz auf Facebook. Armee, Polizei und Freiwillige werden inzwischen von Expert:innen aus Indien, China und Südkorea bei den Rettungsarbeiten unterstützt.










