An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind Sprengvorrichtungen gefunden worden. Es habe zwei Sabotageakte gegeben – aber ohne Folgen für die Stromversorgung. Es handle sich um ein systematisches Vorgehen, sagte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU).

Was wurde am Umspannwerk gefunden?»In zwei Fällen ist es gelungen, leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitung einzubringen«, sagte Redmann. »In einigen weiteren Fällen ist das glücklicherweise nicht gelungen.« Weiter führte er aus: »Das Ziel war jedenfalls, durch das leitfähige Material einen Kurzschluss herbeizuführen.«Laut Betreiber handelt es sich um selbst gebaute Sprengvorrichtungen in Form von Silvesterraketen. »Nach bisherigen Erkenntnissen erfolgte die versuchte Sachbeschädigung durch selbst gebaute Flugkörper, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln«, teilte der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz mit. »Vor Ort wurden weitere noch nicht gestartete Flugkörper gefunden.«

Entschärfer waren nach Angaben der Polizei am Umspannwerk in Turnow-Preilack nahe der Landesgrenze zu Sachsen im Einsatz. Auch die Polizei sprach von kleinen, selbst gebastelten Sprengvorrichtungen.