In Nepal werden nach der verheerenden Sturzflut Hunderte Arbeiter in einem Wasserkraftwerk vermutet. Die Flutwelle habe zwölf im Betrieb oder im Bau befindliche Wasserkraftprojekte getroffen, sagte ein Vertreter des Verbands unabhängiger Stromerzeuger Nepals der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatten schon nepalesische Medien darüber berichtet.
Demnach werden die Arbeiter in den Tunnelsystemen verwüsteter Anlagen vermutet. Es seien 897 Beschäftige nicht erreichbar. Die Zahl könnte jedoch noch deutlich höher liegen. »Bislang konnten nur wenige Arbeiter gerettet werden«, sagte der Vertreter der dpa.Seit der Flutkatastrophe vom vergangenen Mittwoch suchen Rettungskräfte in den betroffenen Wasserkraftprojekten nach vermissten Arbeitern. Die Anlagen befinden sich in den Bezirken Rasuwa und Nuwakot in der an der Grenze zu Tibet liegenden Provinz Bagmati. In dieser Provinz sind ganze Dörfer zerstört worden. Allein am Wasserkraftwerk Upper Trishuli-1 in Rasuwa werden 576 Arbeiter vermisst.
Ausländische Spezialisten helfenDie Behörden arbeiten mit Spezialteams aus Indien und China zusammen, wie das Außenministerium in Kathmandu mitteilte. Auch aus Südkorea kommen demnach Spezialisten für die Tunnelrettung. Die komplizierten Bergungsarbeiten wurden zuletzt von steigenden Wasserständen und schlechtem Wetter beeinträchtigt. Wasserkraftwerke spielen eine wichtige Rolle für die Stromversorgung und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.










