Wen trifft man an einem Vormittag im August im Schatten zwischen Cafés und Spielplätzen im Prenzlauer Berg? Es sind Flaneure, junge Eltern, Menschen aus der Kreativbranche in der Mittagspause. Ein kühler Sommertag, die Markisen sind herausgefahren.

Die Menschen in Berlins bevölkerungsreichstem Bezirk spazieren durch einen Stadtteil, wo die Probleme Berlins ganz fern wirken. Doch zwischen Kollwitzplatz und Helmholtzplatz kommen heute auch Herausforderungen zur Sprache, die den Bezirk drei Wochen vor der Wahl bewegen.

Es ist nicht nur der Bezirk mit den meisten Einwohnern Berlins, er hat auch das höchste prognostizierte Wachstum bis 2040. Allein in den südlichen Stadtteilen Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee wohnen über zwei Drittel der Bevölkerung des Bezirks. Insgesamt leben rund 427.000 Menschen hier, mehr als in Freiburg und Potsdam zusammen.

„Dann kam das Kapital reingeströmt“

Pankow wächst immer weiter. Einer, der erzählen kann, wie sich der Bezirk entwickelt hat, ist Mathias K. Er nutzt seine Mittagspause für einen kleinen Spaziergang. „Ein ganz anderer Kiez“ sei es früher gewesen – dann „kam das Kapital reingeströmt.“