Die zunehmende Obdachlosigkeit samt Drogenproblematik sind kaum Thema im Wahlkampf um die Bezirksparlamente – in Neukölln aber schon. Ein Rundgang.
Eine Szene wie die folgende lässt sich nicht planen, sie passiert an diesem schwülen Montagmorgen aber genau so: Ortstermin am Wildenbruchplatz mit Hannes Rehfeldt (CDU), Neuköllns Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit. Auf einem Spaziergang über den Platz in Richtung Hertzbergstraße sollen die Probleme der Obdachlosigkeit im Fokus stehen.
Das Thema spielt im Wahlkampf um die Bezirksparlamente kaum eine Rolle. Dabei ist Obdachlosigkeit, die im Stadtbild immer präsenter wird und oft mit Drogensucht einhergeht, eins der drängenden Probleme in Berlin. Wie in Nord-Neukölln.
Was ist das für ein Kiez? Eine „gute Nord-Neuköllner Mischung“, sagt Rehfeldt und meint damit „die Schnittstelle zwischen Partykiez in der Weserstraße und migrantischem Gewerbe vorne an der Sonnenallee und hier am Kanal die eher hippen Cafés“.
Der Wildenbruchplatz sei eine der Grünanlagen, so Rehfeldt, „wo wir immer wieder Beschwerden von Anwohnern haben. Und wenn wir da rüber schauen“ – der Bezirksstadtrat weist nach links –, „sehen wir einen möglichen Grund dafür.“ Hinter einem Zaun, unter einem Baum, befindet sich ein Matratzenlager. Ein bärtiger Mann hat sich gerade aufgesetzt und schaut etwas zerknautscht aus.







