Ob Verkehrswende, Görli-Zaun oder Verdrängung auf dem RAW-Gelände: In Friedrichshain-Kreuzberg bleiben die Jüngsten ungehört. Ein Kiezspaziergang.
Der Treffpunkt, an dem Emma, Mika und Shaun ihren Kiezspaziergang beginnen, ist ein Parklet an der Modersohn-Grundschules in der Nähe des Boxhagener Platzes. An dem ehemaligen zu einer Sitzgelegenheit umfunktionierten Autoparkplatz wünschen sich die Jugendlichen Blumenkübel.
Emma deutet auf einen kahlen Fleck rings um einen Baum. „Wir wollen einfach ein bisschen Farbe in den Kiez bringen“. Viel Müll, wenig Grün, so beschreibt sie ihn zu großen Teilen: „Sorry aber der Boxi da drüben – das kann man nicht Park nennen“. Mika stimmt zu: „Da ist ein halber Baum drauf“.
Emma ist 15 Jahre alt, Shaun 19 und Mika erst 12. Gemeinsam engagieren sie sich im Vorstand des Jugend und Kinder Gremiums Friedrichshain-Kreuzberg (JuKG). Das erst im Februar dieses Jahres gegründete Jugendparlament sieht sich als Interessenvertretung junger Menschen im Bezirk. Jugendliche diskutieren gemeinsam Probleme im Bezirk und erarbeiten Lösungsvorschläge, die sie die Bezirkspolitik einbringen. In anderen Bezirken gibt es ähnliche Initiativen schon länger.
Die Blumenkübel sind eines der aktuellen Themen in der AG „Umwelt“. Für die Umsetzung wollen Emma, Shaun und Mika einen Antrag an die Bezirksstadträtin Annika Gerold: „Es ist ein relativ einfacher Antrag. Wir wollen auch Anträge stellen, wo wir die Veränderung sofort sehen“, sagt Emma.







