Nach dem US-Verfahren gegen den Facebook-Konzern Meta erwartet Familienministerin Karin Prien konkrete Konsequenzen auch in der Europäischen Union und Deutschland. Mit der Grundsatzentscheidung in den USA sei festgestellt worden, „dass Kinder und Jugendliche durch die Art und Weise, wie die Plattformen ihre Geschäfte betreiben, gesundheitlich geschädigt werden, süchtig gemacht werden“, sagte die CDU-Politikerin dem NDR und der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg.

„Die dort jetzt verabredeten Beschränkungen sind auch für die Frage der Regulierung in der Europäischen Union von großer Bedeutung“, fügte sie hinzu. „Wir werden uns das ganz genau anschauen, wie weit wir auch einzelne Regelungen, die dort getroffen worden sind, in unseren Vorschlag hier übernehmen können.“

Prien sieht Plattformen in der Pflicht

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hatte in einem Prozess um Social-Media-Sucht von Kindern in den USA einer Zahlung von insgesamt knapp 16,7 Milliarden US-Dollar zugestimmt. Zugleich verpflichtete sich der Konzern zu weitreichenden Änderungen, die Jugendliche schützen und Eltern mehr Kontrolle ermöglichen sollen. Von der EU-Kommission wird für September ein Regulierungsvorschlag erwartet.