Der Dirigent Antonino Fogliani ist tot. Wie italienische Medien übereinstimmend melden, starb Fogliani am Samstag, 29. August, nach langer Krankheit im Alter von 50 Jahren. Der aus Messina auf Sizilien stammende Dirigent, der in der Schweiz lebte, hinterlässt seine Frau Angelica und seinen Sohn Lorenzo.Mit Trauer und Bestürzung reagiert auch die Bayerische Staatsoper auf Foglianis Tod, seit Langem war er dem Haus als Gastdirigent verbunden, vor allem im italienischen Fach. So stand er dort zuletzt im Juli bei den Vorstellungen von „La Cenerentola“ am Pult. 2025 dirigierte er das Staatsorchester in Donizettis „Fille du régiment“ und in der „Cavalleria Rusticana“. Und die Bayerische Staatsoper hatte viel vor mit dem bei Musikern wie Publikum überaus beliebten Maestro, der seine Ausbildung am Giuseppe-Verdi-Konservatorium in Mailand und an der Musikakademie in Siena genossen hatte und auch als Konzertdirigent sehr gefragt war.Am 16. September sollte Antonino Fogliani im BMW-Park die Oper für alle mit Benjamin Bernheim und Diana Damrau dirigieren. Auch bei der jährlichen Benefizveranstaltung der Staatsoper, dem Bühnendinner am 17. September, war er vorgesehen. In der neuen Spielzeit 2026/27 sollte man den Italiener zudem bei den Wiederaufnahmen im Herbst von „Lucrezia Borgia“ und „La Cenerentola“ erleben. Auch die musikalische Einstudierung der Neuproduktion „Maria Stuarda“ im Dezember wollte die Bayerische Staatsoper in die bewährten Hände von Antonino Fogliani legen.„Die Vorfreude auf viele weitere gemeinsame Abende war groß“, heißt es in einem Nachruf auf der Website der Staatsoper, die sich noch in den Theaterferien befindet. Antonino Fogliani sei „weit mehr als ein regelmäßiger Gast unseres Hauses“ gewesen, sondern ein Freund. Die Staatsoper würdigt den Maestro als „Musiker im unmittelbarsten und schönsten Sinne des Wortes. Musik war für ihn keine abstrakte Kunst, sondern etwas zutiefst Lebendiges. Sie kam aus seinem Innersten, aus einer unerschöpflichen Neugier, aus Temperament und Wissen, vor allem aber aus dem Herzen. Wer mit ihm musizierte, konnte spüren, wie sehr sein Herz in der Musik schlug. Und wer ihm begegnete, erlebte einen Menschen von außergewöhnlicher Wärme, Großzügigkeit und Herzlichkeit.“
Tod mit 50: Dirigent Antonino Fogliani gestorben
Bestürzung und Trauer an der Bayerischen Staatsoper: Der italienische Maestro Antonino Fogliani stirbt mit 50. Am 16. September sollte er Oper für alle in München dirigieren. Weitere Produktionen waren geplant.








