Journalisten in den Vereinigten Staaten drohen neue Visa-Beschränkungen. US-Verbände befürchten Einschnitte für die Berichterstattung, auch aus Deutschland kommt Kritik.
Du darfst sprechen! Trump zeigt im Oval Office auf einen Reporter (27.8.2026)
Manuel Balce Ceneta
Unter den ausländischen Korrespondenten und Reportern, die aus den USA berichten, herrscht derzeit große Aufregung. Grund dafür sind die von der US-Regierung angekündigten Änderungen im Visa-Verfahren, die im kommenden Monat in Kraft treten sollen. Die Visa-Gültigkeitsdauer für ausländische Journalisten würde dann drastisch verkürzt werden. Künftig sollen die meisten Journalisten-Visa auf acht Monate begrenzt werden. Bislang waren Aufenthalte von bis zu fünf Jahren möglich.
Mehrere Organisationen, darunter der amerikanische Journalisten-Verband The NewsGuild, haben Klage gegen die geplanten Änderungen eingereicht. Die Kläger wollen eine einstweilige Verfügung erzielen, um die neuen Beschränkungen vorerst auszusetzen. „Diese Regeländerungen sind nur ein weiterer Versuch dieser Regierung, die Berichterstattung talentierter Journalisten zu unterbinden. […] Unsere Demokratie ist auf Journalismus angewiesen, und der Journalismus hängt von Journalistinnen und Journalisten aller Art ab“, sagte der Präsident von The NewsGuild Jon Schleuss in einer Erklärung.










