Wollte man der Endlosigkeit nahekommen, versuchshalber wenigstens, könnte man anfangen, die Punkte in Yayoi Kusamas Werk zu zählen. Man findet sie ja überall auf den Werken der Japanerin, hingetupft und manchmal perfekt gerundet, wie Windpocken, Zellstrukturen oder Blutkörperchen. Auf den Gemälden Kusamas tritt einem Punkt für Punkt das Innere der Künstlerin selbst entgegen, ihre Ängste, ihre Vorstellungen und die gewaltige Irrationalität, die sie in der Welt sah und in der unermüdlichen Wiederholung und Massenhaftigkeit ihrer ikonischen Flecken zu zähmen und zu bannen schien.