Die japanische Künstlerin machte Punkte zu ihrem Markenzeichen. Mit 97 Jahren ist sie in Tokio jetzt gestorben.

Yayoi Kusama, 22. März 1929 – 14. August 2026

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Der Begriff „body of work“ passt zu ihrem Werk. Denn das Gesamtwerk Yayoi Kusamas hat viel mit Körpern zu tun: Mit dem fremden Körper und mit dem eigenen, die ihr beide Angst machten. Mit dem Körper im sexuellen Sinn; erst recht mit dem geometrischen Körper.

In ihrer Kunst war die Japanerin, die – wie am Donnerstag bekannt wurde – bereits am 14. August im Alter von 97 Jahren in Tokio starb, eine Magierin. Ihre von Punkten, Kugeln, Spiegeln, organischen Formen, krakenartigen Phalli und Kombinationen aus all diesen Dingen dominierten Werke wirkten einerseits abstrakt und verwirrend, wenn sie den oder die Be­trach­te­r:in geradezu verschluckten: Wer in einen von Kusamas mit unendlichen Lichtpunkten verspiegelte Zauberkästen schaute, schaute in einen Abgrund – wenn auch in einen bezaubernd erleuchteten.