Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesNeue Sanktionen: USA wollen Einnahmequellen Irans trockenlegenPakistan vermittelt in IranIran warnt USA vor Wirtschaftskrieg und droht GolfstaatenIrans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein Iran nennt Trumps „Wirtschaftskrieg“ völkerrechtswidrigLorenz ZeckChina hält an Iran-Kooperation fest und warnt USA vor SanktionenChina hält an seiner Zusammenarbeit mit Iran fest und widersetzt sich damit dem Druck aus Washington. „Chinas Zusammenarbeit mit Iran ist stets im internationalen Rahmen erfolgt und sollte weder beeinträchtigt noch untergraben werden“, sagte Außenministeriumssprecher Lin Jian. China lehne einseitige Sanktionen ab und warne, dass diese Konflikte verschärfen könnten. Die dringendste Aufgabe bestehe darin, die Spannungen abzubauen und zu Verhandlungen zurückzukehren. Nach den jüngsten Sanktionen der Trump-Administration gegen Unternehmen in China und Hongkong drohte Peking den USA mit Vergeltungsmaßnahmen. „China beobachtet die entsprechenden Entwicklungen genau und wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine eigenen Interessen entschlossen zu schützen“, so Lin.Stunden zuvor hatte Washington ein Sanktionspaket gegen Dutzende Personen und Organisationen vorgestellt. US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die Maßnahmen als Teil der Operation "Economic Outcast". Dabei handelt es sich um eine breiter angelegte Kampagne mit dem Ziel, die verbliebenen finanziellen Rettungsleinen Irans zu kappen.Obwohl auch Organisationen mit Sitz in Hongkong betroffen sind, verzichteten die USA darauf, große chinesische Finanzinstitute ins Visier zu nehmen. Die Maßnahmen deuten darauf hin, dass Washington die Kosten für Geschäfte mit Teheran erhöhen will, ohne sich bislang mit den umfassenderen wirtschaftlichen und diplomatischen Folgen auseinanderzusetzen, die Sanktionen gegen große chinesische Banken nach sich ziehen könnten.China kauft den Großteil des iranischen Öls und war 2025 der zweitgrößte Handelspartner Irans hinter den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese haben erklärt, alle wirtschaftlichen Beziehungen zu Teheran abgebrochen zu haben, nachdem sie Iran vorgeworfen hatten, ballistische Raketen auf ihr Territorium abgefeuert zu haben.Lilly ZerbstIran droht USA mit VergeltungIran hat den USA nach der Ankündigung neuer Sanktionen mit Vergeltung gedroht. Das Land sei vollständig auf die US-Strafmaßnahmen vorbereitet, sagte Wirtschaftsminister Ali Madanizadeh im Staatsfernsehen. Die Gegner beabsichtigten wirtschaftlichen Terror, doch Iran habe eigene Instrumente. Die militärische Doktrin sei nicht mehr nur defensiv, die Feinde sollten sich auf einen Angriff einstellen.Luzia GeierErneut Tanker in Straße von Hormus angegriffenIn der Straße von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Dabei sei der Maschinenraum beschädigt und das Schiff manövrierunfähig gemacht worden. Die Besatzung sei in Sicherheit, hieß es. Der Vorfall ereignete sich demnach neun Seemeilen (rund 17 Kilometer) nordöstlich des Ortes Asch Schischah. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.Neue Sanktionen: USA wollen Einnahmequellen Irans trockenlegenIn ihrem „Wirtschaftskrieg“ gegen Iran will die US-Regierung Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen der Operation „Wirtschaftlicher Verstoßener“ (Economic Outcast) zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent auf einer Pressekonferenz. Bessent sprach von einem „wirtschaftlichen D-Day“ und einer letzten Warnung an andere Staaten, ihre Verbindungen zu kappen. „Unser Ziel ist es, jede wirtschaftliche Lebensader zu durchtrennen, die dieses tyrannische Regime am Leben erhält, bis Teheran allein dasteht“, sagte Bessent. Und weiter: Das Finanzministerium habe „jeden Knotenpunkt, jeden Vermittler und jedes Netzwerk erfasst, das Iran für Ölschmuggel und die Umgehung von Sanktionen genutzt hat“. Mitarbeiter des Finanzministeriums, des Außenministeriums sowie des Militärs der Vereinigten Staaten träfen sich derzeit mit „internationalen Partnern“, um die Erwartungen Washingtons zu adressieren. Diese sollten ihre Zusammenarbeit mit Teheran einstellen.Das Finanzministerium teilte mit, es habe Maßnahmen gegen fünf Sektoren ergriffen, darunter Kryptowährungen, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt. Zudem belegte das Ministerium fast 60 Unternehmen, Einzelpersonen und Schiffe mit Sanktionen.Wie das iranische Regime schon einmal die verhängten US-Sanktionen umging, lesen Sie hier:Huthi-Miliz greift Schiff vor saudi-arabischer Küste anDie jemenitische Huthi-Miliz greift nach Angaben ihres Militärsprechers ein Schiff vor der saudi-arabischen Hafenstadt Janbu im Roten Meer an. Die staatliche saudi-arabische Reederei Bahri teilt dazu mit, ihr Schiff Amzan sei in einen Zwischenfall verwickelt. Die Besatzung sei unversehrt. Das Unternehmen stehe in Kontakt mit dem Schiff und stimme sich mit den zuständigen Behörden ab. Zuvor meldete die britische Seefahrtbehörde UKMTO, ein Tanker sei rund 117 Kilometer westlich von Janbu von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Auch hier heißt es, die Mannschaft sei in Sicherheit und es gebe keine Umweltschäden. Janbu ist der wichtigste Ölhafen Saudi-Arabiens am Roten Meer. Die vom Iran unterstützten Huthi verhängten im vergangenen Monat eine Blockade für Schiffe mit Verbindungen zu dem Königreich.Pakistan vermittelt in IranUnter dem Druck massiver Sanktionsdrohungen der USA gegen Iran nimmt Pakistan einen neuen Anlauf für Vermittlungen. Armeechef Asim Munir traf am Montag in Iran ein. Laut der pakistanischen Regierung sollen Munirs Gespräche Bemühungen um Frieden und Stabilität in der Region voranbringen. Munir, der eine persönliche Beziehung zu US-Präsident Donald Trump aufgebaut hat, soll pakistanischen Kreisen zufolge mit Personen aus dem Umfeld des Obersten Führers Modschtaba Chamenei zusammenkommen.Am Dienstag wird der omanische Außenminister in Teheran erwartet, um über die Situation in der Meerenge zwischen Iran und Oman zu beraten.Ulrike PutzIran warnt USA vor Wirtschaftskrieg und droht GolfstaatenIran warnt die USA vor schweren Konsequenzen ihres angekündigten Wirtschaftskriegs gegen die Islamische Republik. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf teilte auf der Plattform X einen Comic, der nahelegte, dass verschärfte Sanktionen gegen sein Land die USA wie ein Bumerang selbst treffen würden. Der Chef des nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai, warnte zudem die ölreichen Nachbarländer davor, sich Washington anzuschließen. Man werde jeden, der das tue, als Feind betrachten, sagte Resai im Staatsfernsehen.Teherans Drohungen kamen vor einer für heute angekündigten Pressekonferenz von US-Finanzminister Scott Bessent in Washington, bei der er die „härtesten Sanktionen der Geschichte“ gegen Iran vorstellen will. Nachdem die militärischen Kampfhandlungen nachgelassen haben, wollen die USA Teheran nun wirtschaftlich in die Knie zwingen. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch einen „wirtschaftlichen D-Day“ für Iran angekündigt und Unterstützern Teherans mit drakonischen Maßnahmen gedroht. Ulrike PutzNur 20 Schiffe durchquerten am Wochenende Straße von HormusWegen der Blockaden durch Iran und die USA passieren kaum noch Frachtschiffe die für den Energietransport wichtige Straße von Hormus. Am Wochenende durchquerten nach vorläufigen Daten des Schifffahrts-Analysten Kpler weniger als 20 Schiffe die Wasserstraße. Die Angaben könnten sich laut Kpler noch verändern, da einige Schiffe ihre Transponder während der Durchfahrt ausgeschaltet haben.Irans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein Die USA wollen Iran wirtschaftlich in die Knie zwingen – wie genau ist noch unklar. Irans Präsident Massud Peseschkian beschwört die Widerstandskraft und Stärke des Landes, spricht aber auch die vielen Probleme an. Die Regierung setze sich dafür ein, die Inflation zu senken, sagte Peseschkian in einer Rede, wie aus einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite des Präsidenten hervorgeht. Peseschkian sprach von „erheblichen Ungleichgewichten“ in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin sowie in der Umwelt und im Bankensektor, die seine Regierung „geerbt“ habe. Seit seinem Amtsantritt habe das Land mit einer Kombination aus Krieg, Sanktionen, politischem Druck und Attentaten zu kämpfen gehabt.Angesichts der angesprochenen Probleme lasen sich die Inhalte der Rede weniger gelassen als Äußerungen anderer Vertreter der iranischen Führung. So sagte Außenminister Abbas Araghtschi, wirtschaftliche Kriegsführung sei ein immer wiederkehrendes Muster und Teil der langjährigen Einschüchterungstaktik Washingtons. Iran habe gelernt, damit umzugehen. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf gab sich überzeugt, dass eine Verschärfung von Sanktionen die USA am Ende selbst treffen würde.Die US-Regierung hat für Montag Details zu neuen Maßnahmen in Aussicht gestellt. Iran gewährt irakischen Öltankern Passage durch die Straße von HormusIran hat mehreren irakischen Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erlaubt. Das meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA. Die Führung in Teheran reagiere damit auf wiederholte Bitten aus dem Irak, die sie über verschiedene Kanäle erreicht hätten. Die Erteilung der Sondergenehmigung war eine der Hauptforderungen Bagdads während des jüngsten Besuchs des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf im Irak.Ulrike PutzIran nennt Trumps „Wirtschaftskrieg“ völkerrechtswidrigDer von den USA angekündigte „Wirtschaftskrieg“ gegen Iran wäre nach Überzeugung der Führung in Teheran ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Banken, Unternehmen oder Flughäfen, die der ausschließlichen Gerichtsbarkeit eines Landes unterlägen, dürften nicht von anderen Staaten dazu gezwungen werden, „auf rechtmäßigen Handel mit einem Drittstaat zu verzichten“, schrieb der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai auf X. Um den wirtschaftlichen Druck auf Iran nochmals drastisch zu erhöhen, hatte US-Präsident Donald Trump mit drakonischen Strafen für Staaten gedroht, die Iran weiter unterstützen. Dazu erklärte Baghai nun: „Wirtschaftlicher Zwang, der darauf abzielt, einen souveränen Staat zur Änderung seiner rechtmäßigen politischen Entscheidungen zu zwingen“, stelle einen klaren Rechtsbruch dar. Solche „Sekundärsanktionen“ verstießen gegen die Charta der Vereinten Nationen.In Verbindung mit der von den USA verhängten Seeblockade iranischer Häfen reduziere das von Trump angekündigte Vorhaben „die Souveränität aller anderen Staaten auf etwas Vorläufiges, Bedingtes und Widerrufbares, das vom Willen einer anderen Macht abhängt“, fuhr der iranische Außenamtssprecher fort. Er warnte diesbezüglich vor einer „Rückkehr zum klassischen Kolonialismus“.Ulrike PutzUS-Militär: 68 Handelsschiffe im Zuge von Iran-Blockade umgeleitetIm Zuge der Blockade gegen Iran haben die US-Streitkräfte nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom 68 Handelsschiffe umgeleitet. Zudem seien drei Schiffe außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert worden, teilte das US-Militär mit.Ulrike PutzTrump: Iran ist noch nicht bereit für richtiges AbkommenUS-Präsident Donald Trump hält Iran nach eigenen Worten noch nicht für bereit, das „richtige Abkommen“ abzuschließen. Die USA beobachteten die Entwicklungen in dem Konflikt genau, sagte Trump vor Journalisten auf die Frage, ob die militärischen Optionen der USA begrenzt seien. Die USA hätten die vollständige Kontrolle über die gesamte Region rund um die Straße von Hormus, fügte er hinzu. Die Führung in Teheran würde zwar gerne eine Vereinbarung treffen, sei aber seiner Meinung nach noch nicht bereit für den richtigen Deal.Lorenz ZeckIranischer Präsident fordert Ende des KriegsDer iranische Präsident Massud Peseschkian forderte ein Ende des Kriegs mit den USA. „Es wäre besser, den Krieg heute zu beenden, solange wir Macht und Würde besitzen und die ganze Welt unseren Sieg anerkennt“, sagte Peseschkian laut der halbstaatlichen iranischen Studenten-Nachrichtenagentur.Peseschkian ist der oberste gewählte Vertreter Irans, doch seine Zuständigkeiten beschränken sich größtenteils auf die innenpolitische Wirtschaftspolitik. Zuvor hatte der US-Finanzminister Scott Bessent Pläne zur wirtschaftlichen Isolierung Irans und seiner Handelspartner angekündigt. Die Pattsituation hat die Inflation in Iran verschärft und die Landeswährung gegenüber dem Dollar auf Rekordtiefstände getrieben. Iran fordert engere Wirtschaftsbeziehungen zum IrakDer iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf fordert angesichts drohender neuer US-Sanktionen engere wirtschaftliche Beziehungen zum Irak. Beide Länder sollten im Handel ihre Landeswährungen nutzen, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern, erklärt Ghalibaf laut seinem Telegram-Kanal vor Wirtschaftsvertretern in Bagdad. Zudem müsse Iran Pläne ausarbeiten, um die „ungerechten Sanktionen“ zu überwinden. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Donnerstag die nach seinen Worten bislang schärfsten Sanktionen gegen Iran angekündigt, deren Details am Montag bekanntgegeben werden sollen. Ghalibaf wirft den USA und Israel vor, einen Wirtschafts- und Informationskrieg zu führen, da sie eine direkte militärische Konfrontation scheuten. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
News zu Iran: China hält an Iran-Kooperation fest und warnt USA vor Sanktionen
China „wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine eigenen Interessen entschlossen zu schützen“, so ein Sprecher des Außenministeriums.









