Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesIrans Geistliche drängen auf Abbruch der Gespräche mit den USAIran greift US-Militär in Bahrain und Kuwait anUS-Militär fliegt erneut Angriff gegen Iran – Trump droht mit VernichtungIran meldet Gegenangriff auf US-StützpunkteUS-Militär: Haben Angriffe gegen Iran ausgeführtUSA setzen trotz Eskalation auf Dialog mit IranDie USA und Iran wollen ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormus US-Angaben zufolge vorerst einstellen und weiter verhandeln. „Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington. Schiffe könnten frei verkehren, während die technischen Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt werden sollen. Sie seien für die kommenden Tage geplant, sagte ein ranghoher Beamter. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig.Nach Informationen des US-Portals Axios wollen sich beide Seiten diesen Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen, um ihren Streit um die Straße von Hormus beizulegen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür bisher nicht. US-Außenminister Marco Rubio hatte kürzlich technische Gespräche für diesen Montag oder Dienstag in Aussicht gestellt, die erneut in der Schweiz stattfinden sollten. Erwartet wurde, dass es dabei um Irans Atomprogramm geht. Wegen der jüngsten Eskalation seien die Gespräche jedoch verlegt und der Schwerpunkt auf die Straße von Hormus gelegt worden, meldete Axios.In den vergangenen Tagen hatte es erneut Angriffe des US-Militärs in Iran nach Attacken auf Schiffe in der Meerenge gegeben, die Washington Teheran zugeschrieben hatte. Irans Revolutionsgarde wiederum attackierte Ziele in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain. Auslöser waren unterschiedliche Auslegungen des vor rund zwei Wochen unterzeichneten Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges - insbesondere hinsichtlich der Bestimmungen zu der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus.Israel: Haben massiven Tunnel der Hisbollah in Südlibanon zerstörtDie israelische Armee hat nach offiziellen Angaben im Süden Libanons einen weitreichenden unterirdischen Tunnel zerstört. Es handele sich um „Terrorinfrastruktur“ der libanesischen Hisbollah-Miliz im Gebiet der Ortes Madschdal Sun, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz.In der Mitteilung war von einem mehr als 200 Meter langen und über 25 Meter tiefen Tunnel die Rede. Dort sollen Hunderte Waffen gelagert gewesen sein. Außerdem hätten sich dort mehrere Abschussschächte für Angriffe auf Israel befunden. Der Tunnel war nach Militärangaben rund zehn Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.Die USA seien im Vorfeld über die Zerstörungsaktion informiert worden, hieß es weiter in der Mitteilung von Netanjahu und Katz. Libanesische Anwohner berichteten, während der massiven Explosion habe die Erde gebebt.Iranische Vertreter bleiben wegen Angriffen den Gesprächen mit den USA fernIran hat nach eigenen Angaben wegen der jüngsten Angriffe auf das Land und nach seiner Darstellung unerfüllter Bedingungen der Absichtserklärung mit den USA nicht an den für Sonntag geplanten technischen Gesprächen teilgenommen."Einer der Gründe ist etwa zu prüfen, ob wir Zugang zu den freigegebenen Geldern haben", sagt Mehdi Fazaeili, ein Mitarbeiter aus dem Büro des geistlichen Oberhaupts, im staatlichen Fernsehen. "Wenn wir darauf nicht zugreifen können, ist diese Bedingung nicht erfüllt", erklärt er. Eine Stellungnahme der USA liegt zunächst nicht vor.Irans Geistliche drängen auf Abbruch der Gespräche mit den USADie einflussreichen iranischen Geistlichen fordern nach den jüngsten amerikanischen Angriffen einen Abbruch der Verhandlungen mit den USA. In einer Erklärung der theologischen Zentren in der Pilgerstadt Ghom wurden der Präsident, die Mitglieder des Sicherheitsrats und das Verhandlungsteam aufgefordert, bei einem erneuten Vertragsbruch die Gespräche mit den USA unverzüglich zu beenden.Das müsse sowohl aus gesetzlichen als auch aus religiösen Erwägungen geschehen, da ein Vertragsbruch eine Missachtung der im Rahmenabkommen festgelegten Bestimmungen darstelle, heißt es in der Erklärung, die über den Staatssender Irib verlesen wurde.Auch Medien, die den iranischen Revolutionsgarden nahestehen, halten weitere Verhandlungen mit den USA für nicht mehr tragbar. Ihren Angaben zufolge wurde durch die Angriffe bereits gegen den ersten und zentralen Punkt des Rahmenabkommens – das Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten – verstoßen. Unter diesen Umständen seien weitere Gespräche sinnlos, so der Tenor. Im Iran-Krieg war es in den vergangenen Tagen trotz Waffenruhe erneut zu gegenseitigen Angriffen gekommen.Anstatt zu verhandeln, beschießen sich die USA und Iran wieder, schreibt Bernd Dörries, SZ-Korrespondent für Nahost:14 Tote bei Absturz von Aramco-Hubschrauber am Persischen GolfBeim Absturz eines Hubschraubers des Ölkonzerns Aramco an der Golfküste Saudi-Arabiens sind 14 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am Sonntag in Ras Tanura am Persischen Golf im Osten des Landes, wie die staatliche Nachrichtenagentur meldete. Die Absturzursache sei unklar. Unter Beteiligung der zuständigen Behörden laufe eine Untersuchung, hieß es weiter.Aramco hatte am Freitag die Rohölverladung an seinem Terminal in Ras Tanura nach einer fast viermonatigen Unterbrechung wieder aufgenommen. Saudi-Arabien, der weltgrößte Ölexporteur, fährt wie andere Produzenten in der Region seine Exporte hoch, nachdem sich die USA und Iran auf ein Ende ihres Krieges verständigt hatten. Allerdings setzten beide Seiten ihre Angriffe fort und warfen sich gegenseitig den Bruch des vorläufigen Waffenstillstands vor.Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Straße von HormusIran beansprucht die Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus aufs Neue allein für sich. „Die Straße von Hormus wird innerhalb der kommenden 30 Tage wieder vollständig unter die Verwaltung Irans gestellt“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Die Verantwortung für die Meerenge liege allein bei Iran, bekräftige Araghtschi. „Jegliche Einmischung oder der Versuch, parallele Strukturen zu schaffen, würde die Lage weiter verkomplizieren, zusätzliche Spannungen erzeugen und die Wiedereröffnung dieser strategisch zentralen Wasserstraße verzögern“, sagte Araghtschi.Die Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt ist ein zentraler Bestandteil des jüngst vereinbarten Rahmenabkommens zwischen den USA und Iran. Darin ist festgelegt, dass Iran während der 60-tägigen Verhandlungen keine Gebühren für die Passage von Schiffen verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll Iran mit Oman aushandeln - unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten. Völkerrechtler halten Gebühren für problematisch.Iran greift US-Militär in Bahrain und Kuwait anIran hat nach eigenen Angaben als Reaktion auf US-Angriffe Standorte der amerikanischen Streitkräfte im Persischen Golf beschossen. Bahrain meldet, iranische Drohnen hätten das Land am frühen Samstagmorgen angegriffen – dort liegt der Heimathafen der US-amerikanischen fünften Flotte. In Bahrain sind nach Angaben des Innenministeriums Sirenen zu hören. Die kuwaitische Armee teilt zudem mit, die Luftabwehr wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe ab. Von Schäden ist zunächst keine Rede.Die iranische Revolutionsgarde bekennt sich im Staatsfernsehen zu den Angriffen und teilt mit, die Verletzung des Waffenstillstands durch die USA widerspreche einer Vereinbarung und werde zur "vollständigen Einstellung aller diplomatischen Prozesse" führen, heißt es in der Erklärung weiter. Die jüngste Welle an US-Angriffen auf Iran sind indes einem Bericht des Senders Fox News zufolge "abgeschlossen". Der Sender beruft sich dabei auf einen Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. US-Militär fliegt erneut Angriff gegen Iran – Trump droht mit VernichtungUS-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen weiteren Vergeltungsschlag gegen Iran verübt. Mehrere Ziele – darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur – seien angegriffen worden, teilt das Regionalkommando Centcom mit. Anlass sei ein iranischer Angriff auf einen Frachter gewesen. Der iranische Staatssender Irib meldet, in einem Dorf bei der Stadt Sirik seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, Geschosse seien in einen Kommunikationsturm eingeschlagen. Es ist der zweite US-Angriff auf Iran seit Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen beiden Ländern Mitte Juni. Bereits in der Nacht zum Samstag hatten die USA iranische Militäranlagen beschossen – als Reaktion auf die Attacke auf das Containerschiff Ever Lovely am Donnerstag. Dem neuen Angriff vorausgegangen war ein weiterer, nahezu identischer Vorfall: Das US-Regionalkommando Centcom hatte am Samstag gemeldet, dass ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Laut New York Times handelt es sich um den unter panamaischer Flagge fahrenden Tanker Kiku, der am Donnerstag in Katar ausgelaufen und auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate war. US-Präsident Donald Trump bestätigt den Angriff auf Ziele in Iran. Getroffen worden seien Lager für Raketen und Drohnen sowie Radarstellungen an der Küste, teilt Trump auf Truth Social mit. Als Grund nennt er die Verletzung eines Waffenstillstandsabkommens. "Es könnte der Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sind, die Arbeit, die wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu Ende zu bringen", schreibt Trump weiter. "Wenn das passiert, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren".Hisbollah-Chef: Abkommen Libanons mit Israel ist „Schande“Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim hat das Rahmenabkommen zwischen Israel und Libanon als „Erniedrigung“, „Schande“ und „Verzicht auf die Souveränität“ bezeichnet und dessen Aufhebung gefordert. An die libanesische Regierung gerichtet sagte Kassim laut einem Statement des Hisbollah-TV-Senders al-Manar, es sei an der Zeit, von Fehlentscheidungen abzurücken. Diese würden Libanon zugrunde richten.Kassim kritisierte insbesondere, dass ein israelischer Rückzug aus Südlibanon an die Entwaffnung der Hisbollah geknüpft werde. Dies überschreite „rote Linien“, ermögliche Israel Einfluss auf innere Angelegenheiten Libanons und legitimiere eine fortgesetzte Besatzung.Die Hisbollah werde ihren „Widerstand“ gegen Israel fortsetzen, sagte Kassim. Man werde mit politischen und internationalen Mitteln auf einen vollständigen israelischen Rückzug drängen und „als Widerstand auf dem Schlachtfeld“ aktiv bleiben, bis die Besatzung beendet sei.Libanon: Israelischer Drohnenbeschuss im Süden Auch nach der Unterzeichnung des Abkommens zwischen Israel und Libanon ist im Süden Libanons eine israelische Drohne eingeschlagen. Das Geschoss sei in der Region Nabatija niedergegangen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur. Der Angriff erfolgte einen Tag nach der Unterzeichnung eines von den USA vermittelten Sicherheitsabkommens zwischen Israel und Libanon. Die Vereinbarung soll die Spannungen an der Grenze nach monatelangen Gefechten mit der Hisbollah-Miliz abbauen. Israel bestätigte den Drohnenangriff in Südlibanon. Das Militär teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, es habe den Schlag mit einer Drohne ausgeführt, da sich keine eigenen Truppen in der unmittelbaren Umgebung befänden. Ziel sei eine Person gewesen, die eine Bedrohung für die israelischen Streitkräfte dargestellt habe.Worauf genau sich die beiden Länder geeinigt haben, hat Nahost-Korrespondent Bernd Dörries zusammengefasst:Bahrain meldet iranischen Drohnenangriff Nach erneuten Angriffen zwischen den USA und Iran hat der Golfstaat Bahrain einen iranischen Drohnenangriff gemeldet. Mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen angegriffen, teilte das Außenministerium mit. Es handle sich um einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität Bahrains. Das Königreich behält sich das Recht vor, seine Souveränität und Sicherheit zu verteidigen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur. Ein genauer Angriffsort wurde nicht genannt. Auch zu möglichen Verletzten oder Schäden wurden keine Angaben gemacht.Iran meldet Gegenangriff auf US-StützpunkteDie iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben als Reaktion auf US-Angriffe zurückgeschlagen und Standorte der US-Streitkräfte in der Region angegriffen. Eine Bestätigung von US-Seite steht bisher aus.Vorausgegangen waren US-Militärschläge gegen Iran, die das zuständige Regionalkommando Centcom als Vergeltung auf den Drohnenangriff auf ein Frachtschiff am Donnerstag bezeichnet hat. US-Medien berichten, dass sechs Kampfflugzeuge der amerikanischen Luftwaffe vier iranische Stellungen entlang der Straße von Hormus und auf der Insel Gheschm angegriffen hätten. Die Angriffe dauerten demnach etwa 90 Minuten und seien nun beendet. „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“US-Vizepräsident J. D. VanceDer Gegenangriff Irans folgte wenig später und wurde vom Militär im Staatsfernsehen zuvor als „schnell und entschlossen“ angekündigt. Die Revolutionsgarde verweist jedoch ebenfalls auf die vereinbarte Waffenruhe. Bei dem Angriff auf das Containerschiff, das den jüngsten Schlagabtausch auslöste, sieht man sich offenbar im Recht. Laut der Rahmenvereinbarung mit den USA liege es in der Verantwortung Irans, den Verkehr durch die Straße von Hormus zu kontrollieren, heißt es von der Revolutionsgarde weiter. In der veröffentlichten Vereinbarung steht das allerdings nicht. Auch US-Präsident Trump bestreitet, dass Iran den Schiffsverkehr kontrollieren dürfe. US-Vizepräsident J. D. Vance richtet indes eine deutliche Warnung an Teheran: „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“, schreibt er auf X. Wenn Iran Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung der Absichtserklärung habe, könne das Regime „zum Telefon greifen“. Libanons Präsident dankt TrumpNach dem Zustandekommen des Rahmenabkommens zwischen Israel und Libanon hat der libanesische Präsident Joseph Aoun US-Präsident Donald Trump für seine Bemühungen in dem Konflikt gedankt. Nun müsse weiter daran gearbeitet werden, dass Libanon souverän werde und sich von ausländischer Einmischung befreie.Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam sagte, das Rahmenabkommen ziele darauf ab, einen vollständigen Rückzug Israels aus dem gesamten libanesischen Hoheitsgebiet zu erreichen und die Souveränität über dieses Gebiet wiederherzustellen.Netanjahu zu Rahmenabkommen: Dies ist ein schwerer Schlag für IranDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobt das Rahmenabkommen zwischen Israel und Libanon und sieht darin einen „schweren Schlag“ für Iran. „Das Wichtigste ist, dass Israel eindeutig an der Sicherheitszone in Südlibanon festhält“, sagte er in einem auf X veröffentlichten Video. „Das ist ein großer Erfolg, und wir werden ihn bewahren, solange die Hisbollah nicht entwaffnet ist und solange eine Gefahr für den Staat Israel besteht.“Netanjahu sagte zudem, Iran versuche, Israel mit Gewalt zu einem Rückzug aus Südlibanon zu zwingen. „Tatsächlich sagen Israel, Libanon und die Vereinigten Staaten zu Iran: Ihr habt in Libanon keinerlei Rolle – weder Iran noch Hisbollah noch irgendein anderer Akteur.“Netanjahu zufolge sieht das Abkommen zwei Pilotprojekte vor, in denen libanesische Streitkräfte die Kontrolle in besetzten Gebieten übernehmen sollen. Das US-Militär solle dabei prüfen, ob die Gebiete nicht weiter von der Hisbollah genutzt werden, berichtete das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US-amerikanische und israelische Beamte.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
News zu Iran: USA setzen trotz Eskalation auf Dialog mit Iran
Trotz wachsender Spannungen halten die USA am Dialog mit Iran fest.










