Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesIran: Gesprächsbereit, aber mit „äußerster Vorsicht“ gegenüber USA Berichte: USA bereiten neue Schläge gegen Iran vorLibanon: Sechs Sanitäter bei israelischen Angriffen getötet Rubio: Brauchen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus Republikaner sagen Iran-Abstimmung im Repräsentantenhaus kurzfristig abUSA und Iran melden Fortschritte bei Verhandlungen über Kriegsende Entgegen anderslautender Medienberichte bewegen sich die USA und nach eigenen Angaben aufeinander zu. Beide Staaten sowie der Vermittler Pakistan meldeten am Samstag Fortschritte bei den Gesprächen zur Beendigung des ​Konflikts. US-Außenminister Marco Rubio sagte bei einem Besuch in Neu-Delhi, es werde weiterhin an einer Lösung gearbeitet. Möglicherweise werde ⁠sich die US-Regierung bereits in den kommenden Tagen dazu äußern. Auch der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, sprach von einer Annäherung. Es gebe jedoch ​noch offene ​Punkte, die in den nächsten drei oder vier Tagen ‌über Vermittler geklärt werden müssten. Zuvor hatte der pakistanische ‌Armeechef Asim Munir bei einem Besuch in Teheran mit der iranischen Führung über eine Absichtserklärung beraten.Rubio bekräftigte die Forderungen von US-Präsident Donald Trump: Iran dürfe niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen, müsse sein angereichertes Uran übergeben und die Meerenge ohne ‌Mautgebühren offenhalten. Für Teheran hat nach ‌Angaben des Außenministeriums hingegen ein Ende der US-Angriffsdrohungen sowie des ​Konflikts in Libanon Priorität. Der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf warnte, sollten die USA den Krieg fortsetzen, ​werde die Reaktion härter ausfallen als zu Beginn des Konflikts.Iran: Gesprächsbereit, aber mit „äußerster Vorsicht“ gegenüber USA Der iranische Präsident Massud Peseschkian zeigt sich zwar offen für eine diplomatische Lösung im aktuellen Konflikt mit den USA, hat zugleich jedoch zu „äußerster Vorsicht“ bei den Verhandlungen aufgerufen. „Wir sind weiterhin gesprächsbereit, aber die Erfahrungen aus vergangenen Verhandlungen mit den USA zwingen uns zu äußerster Vorsicht“, sagte Peseschkian bei einem Treffen mit Pakistans Armeechef Asim Munir. Pakistan vermittelt in dem Konflikt mit den USA.Iran hege aufgrund wiederholter Vertragsbrüche und militärischer Angriffe während laufender Verhandlungen ein „tiefes Misstrauen“ gegenüber den USA, sagte Peseschkian laut dem Webportal des Präsidialamts. Er warnte zudem vor den globalen Folgen einer erneuten militärischen Eskalation. „Der Krieg hat nie jemandem irgendeinen Nutzen gebracht, und auch die USA werden in diesem Konflikt nicht als Sieger hervorgehen“, sagte Peseschkian demnach. Vielmehr würden die Länder in und außerhalb der Region durch diesen Konflikt schwere Verluste erleiden. Iran bleibe bei seinem Kurs und werde weiterhin auf seine legitimen Rechte pochen, erklärte der Präsident. Zum aktuellen Verhandlungsstand machte er keine Angaben. Auch Vermittler Pakistan spricht von Fortschritten in den diplomatischen Bemühungen zu einer Beilegung des Iran-Kriegs. „Die intensiven Verhandlungen in den vergangenen 24 Stunden haben zu ermutigenden Fortschritten in Richtung einer finalen Vereinbarung geführt“, hieß es in einer Mitteilung des pakistanischen Militärs. Der pakistanische Armeechef Asim Munir habe einen kurzen, aber äußerst produktiven Besuch im Iran beendet. Munir traf den Angaben zufolge unter anderem den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und den Außenminister Abbas Araghtschi. Berichte: USA bereiten neue Schläge gegen Iran vorWährend diplomatische Bemühungen, besonders durch pakistanische Vermittler, weiter laufen, melden verschiedene Quellen wie die New York Times, die US-Regierung plane neue Militärschläge im Irankrieg. Der US-Nachrichtenkanal CBS News schreibt unter Berufung auf nicht namentlich genannte Insider, es habe zwar bislang keine abschließende Entscheidung gegeben, die Trump-Administration befinde sich aber mitten in Vorbereitungen. Ein Hinweis darauf sei auch, dass der US-Präsident via Social Media am Freitag mitteilte, er könne nicht wie geplant am Wochenende zur Hochzeit seines Sohnes Donald Trump Jr. reisen. Stattdessen, so Trump Sr. in einem Post auf Truth Social, müsse er wegen dringender Amtsverpflichtungen in Washington bleiben. Am Freitag hatte der US-Präsident zudem auf eine entsprechende Frage, ob er an der Familienfeier teilnehmen werde, geantwortet, das sei „kein gutes Timing. Ich habe da ein Ding namens Iran und andere Sachen“. Wie CBS News weiter berichtet, hätten auch einige Mitglieder von US-Geheimdiensten und des Militärs ihre privaten Pläne für das Wochenende abgesagt, das in den USA wegen des Memorial Days ein Feiertagswochenende ist.Zugleich wiederholte Trump am Freitag ein schon oft gehörtes Mantra: „Iran is dying to make a deal“, Iran könne es kaum abwarten, einen Deal zu schließen, „wir werden sehen, was passiert“. Irans Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf ⁠warnte seinerseits die USA am Samstag vor neuen Angriffen. Sein Land werde bei ​seinen ​Rechten keine Kompromisse eingehen, ‌sagte Ghalibaf dem pakistanischen Armeechef bei einem Treffen in Teheran laut ​einem Bericht des ​Staatsfernsehens. Die iranischen Streitkräfte ​hätten ihre Fähigkeiten während der Waffenruhe wiederaufgebaut. Sollten die USA „törichterweise den ‌Krieg wieder aufnehmen“, wären die Konsequenzen „noch vernichtender und bitterer“. Israels Armee meldet neue Angriffe auf Hisbollah-ZieleDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Stellungen der libanesischen Hisbollah-Miliz angegriffen und zerstört. Wie das Militär auf der Plattform X mitteilte, wurde dabei eine unterirdische Anlage der Hisbollah im Gebiet der Bekaa-Ebene getroffen. Diese sei zur Herstellung von Waffen genutzt worden, die gegen israelische Zivilisten und Soldaten eingesetzt werden sollten.Zudem griff die Armee Standorte der Hisbollah in der südlibanesischen Küstenstadt Tyros an, die etwa 20 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel liegt. Hisbollah-Kämpfer hätten von dort aus Angriffe gegen Soldaten geplant und ausgeführt, hieß es. Wie die Armee weiter mitteilte, sei am Freitag ein Versuch vereitelt worden, mithilfe einer Drohne acht Pistolen und Magazine nach Israel zu schmuggeln. Die Drohne sei abgefangen worden. Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.Zwischen Israel und der Hisbollah gilt seit April 2026 offiziell eine Waffenruhe, die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch nicht eingestellt. Israel verbleibt auch mit Truppen im Südlibanon. Die Hisbollah lehnt Verhandlungen mit Israel ab.Libanon: Sechs Sanitäter bei israelischen Angriffen getötet Bei israelischen Angriffen in Südlibanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden sechs Sanitäter getötet worden. In der Nacht starben demnach in Hanaway vier Rettungskräfte der Islamischen Gesundheitsorganisation, am Freitagmorgen wurden in Deir Kanun en-Nahr zwei Sanitäter der Al-Rissala-Pfadfinderorganisation getötet. In Deir Kanun en-Nahr kamen laut Ministerium insgesamt sechs Menschen ums Leben, darunter ein syrisches Kind.Das libanesische Gesundheitsministerium verurteilte die Vorfälle als Verletzung des Völkerrechts, und veröffentlichte ein Video, das zwei Männer in gelben Westen am Straßenrand zeigt, die eine Person versorgen. Als sich ein Krankenwagen nähert, ist eine Explosion zu sehen.Israels Militär erklärte zu dem Vorfall, in Hanaway sei „Hisbollah-Infrastruktur“ getroffen worden. Zum Angriff in Deir Kanun en-Nahr hieß es, man hätte zwei Hisbollah-Kämpfer auf Motorrädern angegriffen. Berichte, wonach Unbeteiligte zu Schaden gekommen seien, wolle das israelische Militär prüfen.Laura OtterRubio: Brauchen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus US-Außenminister Marco Rubio hat beim Nato-Außenministertreffen in Schweden für einen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus geworben. Alle würden ein Abkommen mit Iran begrüßen, das die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt zentralen Meerenge beinhalte, sagte Rubio in Helsingborg. Falls sich Iran aber weigere, die Meerenge zu öffnen, und beschließe, sie zu kontrollieren und Mautgebühren für die Durchfahrt zu erheben, brauche man einen „Plan B“. „Ich habe diesen Punkt heute angesprochen. Ich habe viel Zustimmung erhalten, (...) aber wir haben heute keine Ankündigung für Sie“, fuhr Rubio fort.Der US-Außenminister verwies darauf, dass ein internationales Bündnis unter der Führung Frankreichs und Großbritanniens bereits eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vorbereitet. Zugleich betonter er: „Aber wir brauchen einen Plan B für den Fall, dass jemand schießt – wie öffnet man dann die Meerenge wieder?“ Er wisse nicht, ob das unbedingt eine Nato-Mission sein müsse, „aber es wären sicherlich Nato-Länder, die dazu beitragen können“. Rubio hob dabei hervor, dass die USA nicht auf Hilfe von Verbündeten angewiesen seien: „Die Vereinigten Staaten könnten es tun, aber es gibt Länder, die Interesse daran bekundet haben, möglicherweise an so etwas teilzunehmen, falls es tatsächlich so weit kommt.“ Konkrete Länder nannte er dabei nicht.Verhandlungen im Iran-Krieg: Pakistans Armeechef reist nach TeheranInmitten neuer Verhandlungsbemühungen im Iran-Krieg reist Pakistans Armeechef Asim Munir nach Teheran. Munir sei unterwegs, um den Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und Iran zu besprechen, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Munir solle die iranische Führung treffen. Zuvor hatten iranische Medien über die Reise berichtet.In pakistanischen Sicherheitskreisen wird Optimismus verbreitet, dass eine Vorvereinbarung zwischen den USA und Iran greifbar sei. Munir hätte demnach eigentlich gestern nach Teheran reisen sollen. Er habe jedoch auf grünes Licht der iranischen Verhandler gewartet, dass tatsächlich eine erste Einigung erzielt werden kann. Um welche Punkte es dabei gerade genau geht, ist nicht bekannt. Feldmarschall Asim Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt und gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien. Der pakistanische Innenminister und Vertraute von Munir, Mohsin Naqvi, ist bereits in Teheran. Er habe sich dort in den vergangenen Tagen mehrfach mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zum Austausch getroffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.Rubio: US-Präsident „sehr enttäuscht“ wegen Haltung von Nato-Staaten zum Iran-Krieg US-Präsident Donald Trump ⁠ist nach Angaben seines Außenministers „sehr enttäuscht“ von Bündnismitgliedern, die den USA die Nutzung von ​Stützpunkten auf ​ihrem Territorium für den ‌Iran-Krieg verweigert hätten. Dies erklärte ‌Marco Rubio vor seiner Abreise zum Nato-Außenministertreffen in ​Schweden. „Es gibt ​Länder wie Spanien, die ​uns die Nutzung dieser Stützpunkte verweigern – warum sind sie dann in der ‌Nato? Das ist eine sehr berechtigte Frage“, sagte ‌Rubio vor ‌Journalisten in Miami. Nato-Vertretern zufolge ​haben die USA die 32 Mitglieder ​des Bündnisses nicht um eine Teilnahme ‌am Iran-Krieg gebeten. Viele Mitglieder hätten jedoch ihre Zusagen eingehalten, den US-Streitkräften die Nutzung ihres Luftraums und ihrer ⁠Stützpunkte zu gestatten. Republikaner sagen Iran-Abstimmung im Repräsentantenhaus kurzfristig abDie republikanische Führung im US-Repräsentantenhaus hat eine geplante Abstimmung zum Iran-Krieg im letzten Moment abgesagt, weil zu viele Abgeordnete der Partei fehlten und eine Niederlage für Präsident Donald Trump drohte.Die abgesagte Abstimmung legt Spannungen in der Partei offen und bringt Speaker Mike Johnson erneut in Bedrängnis. Der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses, Mike Rogers, begründet die Absage demnach mit zu vielen Abwesenheiten. Der Demokrat Gregory Meeks interpretiert das naturgemäß anders: „Sie haben die Vorlage zurückgezogen, weil wir die Stimmen hatten.“ Zuvor war eine ähnliche Initiative im Senat vorangekommen. Im Repräsentantenhaus war ein vergleichbarer Vorstoß vergangene Woche bei Stimmengleichheit gescheitert. Laut der Agentur Bloomberg wollen die Republikaner die Resolution nach der einwöchigen Memorial-Day-Pause erneut zur Abstimmung stellen. Bericht: USA drohen Palästinensern bei UN-Kandidatur mit Visa-EntzugDie US-Regierung droht der palästinensischen UN-Delegation laut einer internen Mitteilung des Außenministeriums mit dem Entzug von Visa, falls UN-Botschafter Rijad Mansur seine Kandidatur für die Vizepräsidentschaft der UN-Vollversammlung nicht zurückzieht, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. In dem Schreiben heißt es, die Kandidatur „schüre Spannungen“ und könne Trumps Gaza-Friedensplan „untergraben“. Gewählt wird am 2. Juni.Bereits im Februar hatte Mansur seine Kandidatur für die Präsidentschaft der ‌Vollversammlung auf Druck der USA zurückgezogen. Weder das US-Außenministerium noch die palästinensische Vertretung äußerten sich zunächst zu dem Bericht.Trump und Netanjahu geraten wegen Iran-Krieg am Telefon aneinanderUS-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sind Medienberichten zufolge in einem Telefonat wegen des weiteren Vorgehens gegen Iran aneinandergeraten. Axios und das Wall Street Journal berichten unter Berufung auf anonyme Quellen, Auslöser seien unterschiedliche Vorstellungen gewesen, wie mit einem neuen Vorschlag zur Beendigung des Iran-Kriegs umzugehen sei.Demnach hätten Katar und Pakistan zusammen mit weiteren Partnern einen überarbeiteten Friedensvorschlag vorgelegt, um Differenzen zwischen den USA und Iran zu überbrücken. Eine Quelle sagte Axios, Netanjahu sei nach dem Gespräch „in Aufruhr“ gewesen. Trump soll dem Bericht zufolge mit Blick auf Netanjahu gesagt haben, dieser werde tun, was er ihm sage.Trump hatte zuletzt erklärt, er verschiebe einen neuen Angriff auf Iran, weil es „ernsthafte Verhandlungen“ gebe, und sprach von einer positiven Entwicklung. Netanjahu stehe Verhandlungen den Berichten zufolge skeptisch gegenüber und wolle den Krieg wieder aufnehmen, um Irans militärische Fähigkeiten weiter zu schwächen. Iran will mit Oman für sicheren Schiffsverkehr in Straße von Hormus sorgen Iran strebt nach Angaben des Außenministeriums gemeinsam mit dem Oman einen Mechanismus an, um die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. In Abstimmung mit internationalen Fachgremien und anderen Anrainerstaaten sei die Regierung in Teheran bereit, Protokolle für einen sicheren Schiffsverkehr zu entwickeln, sagte ein Ministeriumssprecher im staatlichen Fernsehen. Iran: 26 Schiffe passieren Straße von HormusNach iranischen Angaben haben in den vergangenen 24 Stunden 26 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, hieß es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Es handelte sich demnach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe.Die iranische Führung hat im Zuge des Kriegs nach eigenen Angaben eine Kontrollbehörde geschaffen, die den Schiffsverkehr in der Meerenge regeln soll. Die Behörde für die Meerenge des Persischen Golfs (PGSA) fordert Reedereien zur Koordination auf. Eine Durchfahrt ohne Genehmigung werde als illegal betrachtet, hieß es in einem Beitrag der neu geschaffenen Behörde auf der Plattform X.Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise. Die Meerenge ist laut Iran zudem inzwischen vermint. Großbritannien lockert Sanktionen gegen RusslandUnter dem durch den Iran-Krieg entstandenen Energiepreisdruck lockert Großbritannien die Sanktionen auf russisches Öl. Die britische Regierung erlaubt auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Öl raffiniert wurde, wie die Nachrichtenagentur PA mitteilte. Hintergrund ist die Krise in der Straße von Hormus. Die für den Transport von bestimmten Treibstoffen bedeutende Meerenge ist seit Wochen weitestgehend blockiert. In Großbritannien kostet der Liter Benzin an den Tankstellen aktuell so viel wie seit Dezember 2022 nicht mehr, wie der Automobilclub RAC mitteilte. Mehrere Fluggesellschaften haben Flüge gestrichen und die Preise erhöht.Im Einklang mit der Europäischen Union hatte die britische Regierung in den vergangenen Monaten immer wieder neue Sanktionen gegen Russland verhängt, um den Druck auf Präsident Wladimir Putin zu erhöhen. Russland hatte die Ukraine im Februar 2022 angegriffen, ein Kriegsende ist nicht in Sicht. Oppositionsführerin Kemi Badenoch bezeichnete die teilweise Lockerung der Sanktionen auf der Plattform X als „wahnsinnig“.Mehr ladenTickarooLive Blog Software