Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesIran: Öffnung der Straße von Hormus hängt von USA abSaudi Aramco verlädt wieder Öl in der Straße von HormusErdoğan ruft Trump zu Diplomatie im Iran-Krieg auf Trump: Iran wird für USA akzeptablem Abkommen nicht zustimmen Trump: Streben keine Verlängerung des Waffenruhe-Abkommens mit Iran an Trump droht Iran mit „Wirtschaftskrieg“Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump Iran mit einem beispiellosen „Wirtschaftskrieg“ gedroht. Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung Irans mit „GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die von Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.Zweieinhalb Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA steht Trump innenpolitisch stark unter Druck – auch weil er in seinem Krieg gegen Iran seit Wochen keine offensichtlichen Erfolge für sich verbuchen kann. Weder auf diplomatischer noch auf militärischer Ebene scheint es in seinem Sinne voranzugehen. Nicht nur bei den Verhandlungen über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus, die Handelsschiffe vor Kriegsbeginn noch ungehindert passieren konnten, zeigte sich Teheran unbeeindruckt von den regelmäßigen Drohgebärden des Republikaners. Auch dieses Mal wählte er scharfe Worte und sprach von „Maßnahmen historischen Ausmaßes“ und der „verheerendsten Wirtschaftsoperation“, die jemals gegen ein Land veranlasst worden sei. Sein mit Superlativen gespicktes Vorhaben verglich er mit einem „wirtschaftlichen D-Day“ für Iran. Schon seit längerem gelten Sanktionen der USA gegen Iran. Nun scheint Trump diese nochmal ausweiten zu wollen. „Ölschmuggel, Währungstauschabkommen, Geldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister, Tarnfirmen – all das muss sofort gestoppt werden“, schrieb Trump weiter.Wie genau der US-Präsident die Führung in Teheran in die Knie zwingen will, blieb zunächst aber offen. Ebenso die Frage, welche Konsequenzen Ländern drohen, die Iran „unterstützen“. Damit könnten vor allem Staaten wie Russland, Indien oder China gemeint sein, die weiterhin iranisches Öl beziehen. Der Ölexport ist die wichtigste Einnahmequelle des islamistischen Machtapparats in Iran. Vor wenigen Tagen war eine Frist abgelaufen, in der Vertreter der USA und Irans Verhandlungen über zentrale Streitfragen wie das iranische Atomprogramm abschließen wollten. Wesentliche Fortschritte scheint es aber nicht gegeben zu haben. Nach Worten Trumps vom Dienstag gab es zuletzt keine laufenden Verhandlungen mehr. „Es finden derzeit keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt, und es sind auch keine geplant“, teilte er mit. Am Vortag hatte er dem US-Sender Fox News noch gesagt, Vertreter der US-Regierung stünden im direkten Kontakt mit den mächtigen iranischen Revolutionsgarden. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder mit Behauptungen zu angeblichen Gesprächen und Verhandlungsständen für Aufsehen gesorgt, die vom Iran dementiert wurden.Iranische Medien: Trumps Drohung ist nichts NeuesIranische Medien haben unbeeindruckt auf die Drohung des US-Präsidenten mit einem „Wirtschaftskrieg“ gegen das Land reagiert. Donald Trump habe schon zuvor wiederholt vom angeblich unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch Irans und von Schlägen historischer Dimension gesprochen, schrieb die iranische Nachrichtenagentur Fars auf Telegram. Seine „psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne“ zu verstehen.Britische Behörde: Frachtschiff im Roten Meer getroffenDie britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt berichtete, dass 40 Seemeilen (rund 74 Kilometer) südöstlich der jemenitischen Hafenstadt Mokka ein Frachtschiff von unbekannten Geschossen getroffen worden sei. An Bord des Schiffs sei zum Zeitpunkt des Vorfalls niemand gewesen, der Schaden sei jedoch erheblich.Die Huthi-Miliz in Jemen hat bereits mehrfach Angriffe auf saudische Tanker im Roten Meer für sich reklamiert. Wegen der Angriffe wird befürchtet, dass die wichtige Meerenge Bab al-Mandab faktisch geschlossen werden könnte. Die Meerenge liegt auf dem kürzesten Seeweg zwischen Asien und Europa, der über den Indischen Ozean, das Rote Meer und den Suezkanal führt.Durch die Bab al-Mandab („Tor der Tränen“) laufen in normalen Zeiten etwa zehn Prozent des weltweiten Seehandels. Die Huthi hatten mit Angriffen seit 2023 in der Region den Welthandel bereits massiv beeinträchtigt.Der Konflikt zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung und den Huthi hatte sich zuletzt erneut verschärft. Es ist die schwerste Eskalation seit Inkrafttreten einer inoffiziellen Waffenruhe im Jahr 2022. Im Zuge des Iran-Kriegs war der Konflikt aufs Neue entflammt. Trump veröffentlicht Karte vom Persischen Golf: „Neues US-Gebiet“US-Präsident Donald Trump veröffentlichte auf seiner Plattform Truth Social eine Karte mit der Straße von Hormus im Persischen Golf. Sie war versehen mit der Überschrift „New U.S. Territory“ (Neues US-Gebiet). Bereits vor wenigen Tagen hatte der Republikaner gesagt, die Meerenge nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären zu wollen. Kritik auf Trumps Post folgte prompt. „Bald wird sich seine Illusion bezüglich der Straße von Hormus entweder korrigieren, oder wir werden die Illusionen dieses Verblendeten korrigieren“, schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf X. Zuletzt hatten die Fundamentalisten in der iranischen Führung für eine offensivere Konfrontation mit den USA geworben.Trump: Keine Gespräche mit Iran Nach dem Ende der 60-tägigen Frist des Rahmenabkommens stehen Washington und Teheran laut US-Präsident Donald Trump nicht in Verhandlungen. „Es finden derzeit keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt, und es sind auch keine geplant“, teilte er auf der Plattform Truth Social mit. Erst am Vortag hatte Trump dem Sender Fox News gesagt, Vertreter der US-Regierung stünden im direkten Kontakt mit den iranischen Revolutionsgarden. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder Angaben über mutmaßliche Gespräche oder Verhandlungsstände mit Iran gemacht, die dieser dementierte. Zudem behauptete Trump, die Straße von Hormus bleibe geöffnet. Tatsächlich gab es in den vergangenen Tagen immer wieder Angriffe auf Handelsschiffe. Der Schiffsverkehr auf der wichtigen Handelsroute nahm zuletzt wieder ab. Die US-Seeblockade gegen iranische Schiffe bleibe intakt, schrieb Trump weiter. Iran: Öffnung der Straße von Hormus hängt von USA abIran fordert für die Öffnung der Straße von Hormus die Umsetzung des Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommens mit den USA. Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf sagte vor einer Parlamentssitzung, die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge bleibe so lange geschlossen, wie sich die USA nicht an ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung hielten. Dazu zählten seinen Worten zufolge „die Aufhebung der Seeblockade, die Freigabe der eingefrorenen Vermögenswerte, die Aufhebung der Ölsanktionen, das Ende der Drohungen und militärischen Operationen an allen Fronten“.Anfang Juli war der Konflikt zwischen Iran und den USA erneut eskaliert, als iranische Streitkräfte Handelsschiffe in der Meerenge beschossen hatten. Es folgten intensive Bombardierungen des US-Militärs an der iranischen Südküste. Iran attackierte daraufhin US-Stützpunkte und Energieanlagen in den Golfstaaten. Eine 60-Tage-Frist, in der die Konfliktparteien weiter verhandeln wollten, ist inzwischen ausgelaufen. Zuletzt gab es jedoch weniger gegenseitige Angriffe im Iran-Krieg. Die zentralen Streitpunkte, darunter das umstrittene iranische Atomprogramm, bleiben ungeklärt.US-Präsident Donald Trump veröffentlichte unterdessen auf seiner Plattform Truth Social eine Karte mit der Straße von Hormus im Persischen Golf. Sie war versehen mit der Überschrift „New U.S. Territory“ (Neues US-Gebiet). Bereits vor wenigen Tagen hatte der Republikaner gesagt, die Meerenge nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären zu wollen. Laut dem für die Region zuständigen US-Kommando Centcom hat die US-Marine im Zuge ihrer Seeblockade gegen iranische Häfen nach neuen Angaben 64 Handelsschiffe umgeleitet, drei außer Gefecht gesetzt und zwei geentert.Saudi Aramco verlädt wieder Öl in der Straße von HormusDer staatliche saudi-arabische Ölkonzern Saudi Aramco verlädt nach wochenlanger Unterbrechung wieder Rohöl in der Straße von Hormus. Schifffahrtsdaten und Brancheninsidern zufolge warten weitere Tanker auf ihre Abfertigung. Der weltgrößte Ölexporteur bietet asiatischen Raffinerien in diesem Monat schwere Rohölsorten über Schiff-zu-Schiff-Verladungen vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate an.Wegen der Angriffe auf seine Tankerflotte im Zuge des Konflikts zwischen den USA und Iran hatte der Konzern die Verkäufe im vergangenen Monat ausgesetzt. Die Wiederaufnahme der Exporte dürfte den Engpass bei schwereren Ölsorten lindern.Erdoğan ruft Trump zu Diplomatie im Iran-Krieg auf Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat dazu aufgerufen, die diplomatischen Bemühungen im Iran-Krieg fortzusetzen. In dem Gespräch habe Erdoğan die Bedeutung der Diplomatie unterstrichen und die Hoffnung geäußert, dass die Verhandlungen mit Iran bald fortgesetzt werden, teilte das Präsidialamt in Ankara mit. Die Türkei werde diese Friedensbemühungen weiter unterstützen.Ein Mitte-Juni vereinbartes Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA sollte eine Waffenruhe, eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus und eine langfristige Friedenslösung bringen. Es sah eine 60-Tage-Frist vor, um die besonders umstrittenen Themen wie den Umgang mit Irans Atomprogramm zu klären. Diese Frist ist inzwischen abgelaufen, es wurden aber keine wesentlichen Fortschritte auf diplomatischer Ebene gemacht. Gegen die vereinbarte Waffenruhe und andere Punkte des Abkommens hatten beide Parteien in den vergangenen Wochen schon verstoßen. UN-Hochkommissar fordert sofortiges Ende der Kämpfe in JemenNach der jüngsten Eskalation im Jemen-Konflikt verlangt das UN-Menschenrechtsbüro von Regierungstruppen und Rebellen ein sofortiges Ende aller gegenseitigen Angriffe. „Ich fordere alle Parteien nachdrücklich auf, unverzüglich alle Handlungen einzustellen, die die Gefahr bergen, Jemen erneut in einen umfassenden Konflikt zu stürzen“, sagte UN-Hochkommissar Volker Türk. Angriffe auf zivile Infrastruktur verschärften das Leid der Zivilbevölkerung weiter in einer Zeit, in der bereits mindestens 18 Millionen Menschen in Jemen unter Ernährungsunsicherheit litten.Der Konflikt zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung und der von Iran geförderten Huthi-Miliz hatte sich zuletzt erneut verschärft. Es ist die schwerste Eskalation seit Inkrafttreten einer inoffiziellen Waffenruhe im Jahr 2022. Im Zuge des Iran-Kriegs war der Konflikt in dem bitterarmen Land aufs Neue entflammt. Die Huthi greifen seitdem auch immer wieder Schiffe im Roten Meer und der für den internationalen Handel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab an. Türk schrieb weiter, seit dem 6. August seien durch Huthi-Angriffe in von der Regierung kontrollierten Gebieten mindestens 17 zivile Opfer gemeldet worden, Ende Juli zwei Opfer in von den Huthi kontrollierten Gebieten. Die Konfliktparteien müssten Angriffe auf Zivilisten und zivile Objekte unterlassen. Jemenitische Regierungstruppen hatten nach eigenen Angaben übers Wochenende bei Angriffen gegen die Huthi-Miliz in mehreren Landesteilen Dutzende Kämpfer getötet oder verletzt. Vorausgegangen waren Angriffe der Huthi, die demnach zivile Ziele in Jemen getroffen hatten. Auch dabei habe es Tote gegeben.Trump: Iran wird für USA akzeptablem Abkommen nicht zustimmen US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Worten nicht, dass Iran einem für die USA akzeptablen Abkommen zustimmt. "Sie werden nicht die Art von Abkommen schließen, die ich für notwendig halte", sagt Trump vor Reportern in Oval Office. "Wir sind aus einem einzigen Grund dabei: Iran darf keine Atomwaffen besitzen", sagt Trump weiter. Wie seine Äußerungen zu verstehen sind, bleibt zunächst unklar. Die USA und Iran hatten sich bereits im Juni auf ein 14-Punkte-Abkommen verständigt, in dem Iran sich unter anderem verpflichtet hatte, keine Atomwaffen anzustreben. Das ist aber die offizielle Position Teherans seit der Ratifizierung des UN-Atomwaffensperrvertrags im Jahr 1970 und insofern kein Zugeständnis an Trump. Allerdings hatten westliche Länder Iran immer wieder vorgeworfen, im Geheimen doch am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Iran hat das zurückgewiesen, aber auch keine tiefgreifenden Inspektionen in seinem Land zugelassen, mit der internationalen Experten diese Frage mutmaßlich weitgehend hätten beantworten können. Trump: Streben keine Verlängerung des Waffenruhe-Abkommens mit Iran an Die USA streben nach den Worten von Präsident Donald Trump keine Verlängerung der Waffenruhe-Vereinbarung mit Iran an. Trump verneint eine entsprechende Frage eines Reporters. Am heutigen Montag wäre der Stichtag gewesen, bis zu dem Iran und die USA gemäß einer im Juni unterzeichneten Absichtserklärung ein endgültiges Friedensabkommen hätten erzielen sollen. Das am 17. Juni unterzeichnete Papier sah dafür eine Frist von 60 Tagen vor. Ein iranischer Vertreter hatte in der vergangenen Woche gesagt, es gebe keine Gespräche über eine Verlängerung, da eine Frist gar nicht erst begonnen habe.Iran droht mit Eskalation bei Scheitern von Diplomatie Iran droht bei einem Scheitern der Diplomatie mit den USA mit einer Eskalation der Spannungen in der Straße von Hormus und der gesamten Region. Dies sagt ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Er verweist auf eine politische Neuausrichtung des Landes, die verstärkt auf Offensive statt auf Verteidigung setzt.Unterdessen haben die jemenitischen Huthi-Rebellen eigenen Angaben zufolge ein saudisches Militärschiff und vier Begleitschiffe im Roten Meer angegriffen. Dabei habe die vom Iran unterstützte Gruppe Raketen eingesetzt, teilt Huthi-Militärsprecher Jahja Saree auf Telegram mit. Eine Bestätigung der saudischen Behörden liegt zunächst nicht vor. Lorenz ZeckTrump droht, Oman zu bombardieren, sollte es sich in den Weg stellenMit einer scharfen Drohung hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf Oman erhöht. Das Sultanat soll derzeit mit Iran klären, wie künftig die Schifffahrt durch die Straße von Hormus geregelt sein soll - bisher ohne Einigung. „Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren“, sagte Trump dem Sender Fox News. Der Oman ist bislang keine aktive Kriegspartei. Das zwischen Teheran und Washington ausgehandelte Rahmenabkommen sah vor, dass Oman und Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden - in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet. Trump hatte bereits im Mai mit einer Drohung Richtung Maskat für Verwunderung gesorgt. Oman gilt wegen seiner Rolle als internationaler Mediator in regionalen Krisen als „Schweiz des Nahen Ostens“ und hat wiederholt zwischen den USA und Iran vermittelt.Trump sagte weiter, trotz der im Rahmenabkommen festgesetzten und mittlerweile abgelaufenen 60-Tage-Frist für vertiefte Verhandlungen mit Iran stehe er nicht unter Druck. „Ich habe es nicht eilig“, erklärte er. Iran legte er nahe, angesichts des wachsenden Drucks die Weiße Fahne zu hissen. „Es sind gute Pokerspieler, aber sie gehen zugrunde.“ Irakische Pipeline nach Syrien zur Hormus-Umgehung könnte Jahre dauernDer geplante Bau einer Öl-Pipeline vom Irak durch Syrien zur Umgehung der Straße von Hormus wird Insidern zufolge mehrere Jahre dauern. Insgesamt werde mit einer Bauzeit von vier Jahren und Kosten von mindestens 15 Milliarden Dollar gerechnet, sagten zwei mit dem Projekt vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zwar existiert eine Pipeline, die die nordirakische Region Kirkuk mit dem syrischen Mittelmeerhafen Banias verbindet. Diese wurde jedoch durch die Kriege im Irak und in Syrien schwerbeschädigt und ist seit den 1980er-Jahren nicht mehr regelmäßig in Betrieb. Das Vorhaben erfordert den Insidern zufolge den Aufbau einer völlig neuen Infrastruktur. Dies widerspricht den Erwartungen der US-Regierung, die nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent mit einer Inbetriebnahme innerhalb von zwei Jahren rechnet. Dubai plant Ausweichhäfen zur Umgehung der Staße von Hormus. Mehr dazu lesen Sie in dem Artikel von Kerstin Bund und Markus Zydra:Sorge vor Nahost-Eskalation hält Ölpreise auf hohem NiveauDie Ölpreise haben am Montag ihr höheres Niveau aus der Vorwoche nach den jüngsten Angriffen auf Tanker im Nahen Osten gehalten. Nordsee-Öl der Sorte Brent kostete 88,55 Dollar je Barrel (159 Liter), US-Leichtöl WTI gab leicht um 14 Cent auf 82,26 Dollar nach. In der Vorwoche waren die Preise um mehr als fünf Prozent gestiegen, nachdem eine Raffinerie des saudischen Staatskonzerns Saudi Aramco sowie Tanker der Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) angegriffen worden waren. Die Vereinigten Arabischen Emirate warfen Iran vor, am Donnerstag und Freitag insgesamt drei Adnoc-Schiffe in der Straße von Hormus attackiert zu haben. Infolgedessen verlangsamte sich Daten des Analysehauses Kpler zufolge der Schiffsverkehr in der Meerenge am Wochenende drastisch.Hintergrund der Preisentwicklung sind zudem schwindende Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Wochenende, sein Land habe noch nicht entschieden, ob es die Gespräche mit der Regierung in Washington wieder aufnehmen werde. US-Präsident Donald Trump rief die Bürger der USA dazu auf, wegen des anhaltenden Konflikts etwas höhere Benzinpreise in Kauf zu nehmen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software