Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesIran greift US-Stützpunkte in Golfstaaten an – Trump stellt Iran UltimatumNeue Eskalation zwischen USA und Iran droht – Explosionen nahe TeheranIran erklärt Straße von Hormus nach Angriffen für komplett gesperrt – USA dementierenTrump: Bin kurz davor, neue Angriffe auf Iran anzuordnen US-Militär beendet Angriffswelle in Iran – Regime greift Kuwait und Bahrain anTrump droht mit „vollständiger Kontrolle“ über Irans Öl US-Präsident Donald Trump hat mit der Übernahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werde man die Insel und andere Öl-Infrastrukturpunkte übernehmen und die „vollständige Kontrolle“ über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social und kündigte zugleich schwere Angriffe auf Iran für die Nacht an.Indien: Drei tote Seeleute nach US-Angriff auf Tanker gefunden Nach dem Beschuss eines Tankers im Golf von Oman durch das US-Militär sind nach Angaben Indiens drei zunächst vermisste indische Besatzungsmitglieder tot aufgefunden worden. Ihre Leichen seien entdeckt und identifiziert worden, schrieb der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal auf der Plattform X.Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben am Mittwoch das unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrende Schiff „Settebello“ beschossen. Es soll versucht haben, iranisches Öl zu transportieren. Die Besatzung habe sich den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt, hieß es.Nach Angaben des Außenministeriums in Delhi konnten 21 indische Besatzungsmitglieder gerettet werden. Drei weitere galten zunächst als vermisst. Das Ministerium hatte den Angriff verurteilt. Laut Berichten indischer Medien hatte das Außenministerium aus Protest den stellvertretenden Botschafter der USA in Delhi einbestellt.Laura OtterDie Lage vor OrtIran greift US-Stützpunkte in Golfstaaten an – Trump stellt Iran UltimatumIran hat nach den jüngsten US-Angriffen im Süden des Landes Attacken auf Ziele in Bahrain, Kuwait und Jordanien gemeldet. Nach Angaben der iranischen Streitkräfte wurde in Bahrain das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen angegriffen.Der Angriff zielte demnach auf Patriot-Flugabwehrsysteme. Die Revolutionsgarde erklärt zudem, sie hätte unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain attackiert. Kuwait hat seinen Luftraum für zivile Flugzeuge geschlossen. In Bahrain wurde Alarm ausgelöst, die Bevölkerung soll Ruhe bewahren und sichere Orte aufsuchen. Auch haben die iranischen Streitkräfte nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit zwölf ballistischen Raketen angegriffen. Ziele auf dem Stützpunkt Al-Asrak seien US-Flugzeuge, wichtige militärische Einrichtungen sowie das Kontrollzentrum gewesen, berichten staatliche iranische Medien und die Nachrichtenagentur Tasnim. Das US-Militär hat indes seine Angriffswelle in Iran nach eigenen Angaben eingestellt. Das teilte das zuständige Regionalkommando Centcom am frühen Morgen auf X mit. Es seien militärische Aufklärungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen im ganzen Land attackiert worden. Wie Fox News berichtet, drohte US-Präsident Trump damit, Iran am nächsten Tag erneut anzugreifen, falls dessen Führung kein Abkommen unterzeichne.Laura OtterNach Beschuss aus Iran: Kuwait öffnet Luftraum wieder Nach erneutem Beschuss aus Iran hat der Golfstaat Kuwait vorerst Entwarnung gegeben. Die zuständige Behörde teilte am Morgen mit, dass die „Umstände, die die zuvor ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich gemacht hatten, nicht mehr bestehen.“ Der reguläre Betrieb werde am Flughafen in Kuwait wieder aufgenommen. Zuvor war der Luftraum gesperrt worden. Gleichzeitig beobachte man neue Entwicklungen und bewerte sie fortlaufend neu.Zuvor hieß es, die Schließung des Luftraums sei angesichts der „iranischen Aggressionen gegen den Staat Kuwait“ erfolgt. Die Luftabwehr sei im Einsatz gewesen, meldete die Armee auf X.Neue Eskalation zwischen USA und Iran droht – Explosionen nahe TeheranDie USA und Iran haben nach einer neuen Welle gegenseitiger Angriffe völlig gegensätzliche Darstellungen zur Lage an der Straße von Hormus verbreitet. Iranische Staatsmedien melden, die strategisch wichtige Meerenge sei gesperrt und US-Schiffe seien attackiert worden. Das US-Militär dementiert beides. Präsident Trump erklärt zudem, er stehe in direktem Kontakt mit Teheran und wolle die Angriffe bald stoppen, weil Iran ihn darum gebeten habe. Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter weist das als falsche Behauptung zurück. Mehrere Explosionen haben in der Nacht das Umland der iranischen Hauptstadt Teheran erschüttert. Der staatliche Rundfunk meldet Detonationen in Karadsch, wenige Kilometer von Teheran entfernt; auch aus Waramin südöstlich der Hauptstadt werden Explosionen gemeldet. Weiter westlich von Karadsch werden demnach Kampfdrohnen gesichtet. Offizielle Angaben zur Ursache gibt es zunächst nicht. Iran erklärt Straße von Hormus nach Angriffen für komplett gesperrt – USA dementierenIran hat die Straße von Hormus nach neuen US-Angriffen eigenen Angaben zufolge für alle Schiffe geschlossen. Das oberste Militärkommando erklärt demnach, die Anordnung gelte auch für Öltanker und Handelsschiffe.Das US-Militär hatte zuvor nach eigenen Angaben auf Befehl von Präsident Donald Trump neue Angriffe auf mehrere Ziele in Iran begonnen. Das US-Regionalkommando Centcom bezeichnet die Einsätze als „Selbstverteidigungsschläge“ und spricht von einer Reaktion auf die „ungerechtfertigte und anhaltende Aggression Irans“.Iranische Staatsmedien melden Explosionen an der Südküste, unter anderem nahe Minab und Sirik sowie auf der Insel Gheschm und in Bandar Abbas. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagt, es gehe nicht darum, den Krieg neu zu beginnen, sondern Bedingungen für eine Vereinbarung festzulegen.Jedes Schiff, das eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus versuche, werde beschossen, meldet Reuters unter Berufung auf das iranische Militär. Staatliche iranische Medien berichten zudem von Angriffen auf US-Schiffe nahe der Straße von Hormus mit Raketen und Drohnen. Iranischen Medien zufolge werden bereits zwei Handelsschiffe getroffen, die das Verbot missachtet haben sollen. Das US-Militär dementiert dies via X und erklärt, Handelsschiffe durchqueren weiterhin die Straße. Zudem seien ⁠keine US-Kriegsschiffe in der Straße von Hormus getroffen worden, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.Indien protestiert bei den USA wegen Tanker-Angriff vor Oman Indien bestellt Insidern zufolge einen hochrangigen US-Diplomaten wegen eines Angriffs auf einen Tanker vor der Küste Omans ein. Indien habe beim stellvertretenden US-Botschafter Jason Meeks scharf protestiert, sagen zwei Personen mit Kenntnis des Vorgangs. Nach dem Angriff würden drei Inder noch vermisst. Nähere Details bleiben zunächst offen. Das US-Militär hatte zuvor mitgeteilt, dass es Präzisionsmunition auf den Maschinenraum eines Öltankers im Golf von Oman abgefeuert und das Schiff damit manövrierunfähig gemacht ​habe. Zuvor habe die Besatzung US-Anweisungen keine Folge geleistet. Ob es sich um das gleiche Schiff handelt, auf das Indien bei seinem Protest Bezug nimmt, bleibt zunächst offen. Auch ist unklar, warum die USA gegen das dann von ⁠ihnen beschossene Schiff vorgingen. Trump will Ölpreis-Anstieg auf 250 Dollar verhindert haben US-Präsident Donald Trump sagt, die USA hätten viel Öl aus Iran "abgezogen". "Ich gebe das heute zum ersten Mal bekannt, aber wir haben Millionen Barrel Öl abgezogen, Millionen Barrel jede Nacht", sagt Trump vor Reportern. Iran habe das gerade erst herausgefunden. "Millionen Barrel Öl wurden abgezogen, und deshalb liegt der Preis bei 85 bis 90 Dollar pro Barrel statt bei 250 Dollar“, sagt Trump. Weitere Details oder Belege für seine Worte legt er nicht vor. US-Energieminister Chris Wright sagte kurz darauf im Kongress, ihm ​sei nicht bekannt, dass die USA Millionen Barrel Öl aus Iran abgezogen hätten. Trump kündigt für „heute“ weiteren Angriff gegen Iran an US-Präsident Donald Trump will Iran erneut angreifen – trotz der geltenden Waffenruhe. „Wir haben sie gestern hart getroffen und wir werden sie heute wieder hart treffen“, sagte Trump im Weißen Haus vor Reportern. Zugleich machte er Druck auf Iran, einem Abkommen zuzustimmen. Mit Blick auf die Bemühungen um eine diplomatische Beilegung des Iran-Kriegs sagte Trump, man werde sehen, was aus „dem Deal“ werde. „Wir waren sehr kurz vor einem Deal, aber sie halten uns immer wieder hin.“ Sie sollten die Vereinbarung unterzeichnen, mahnte Trump. „Es ist ein guter Deal“. Die Schläge in der Nacht zum Mittwoch erfolgten als Reaktion auf den Abschuss eines US-Hubschraubers. Das US-Militär bombardierte in Iran Flugabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus. Am Dienstagabend hatte Trump Iran für den Abschuss verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an, unter anderem mit ballistischen Raketen. Kuwaits Flugabwehr war laut Armeeangaben im Einsatz. Auch in Bahrain schrillten wieder Sirenen.Israels Präsident streckt Libanon „Hand zum Frieden“ ausDer israelische Präsident Isaac Herzog hat sich mit einer Friedensbotschaft in arabischer Sprache an das libanesische Volk gewandt. „Von der Nordgrenze (Israels) strecke ich die Hand zum Frieden aus, dem libanesischen Präsidenten und dem libanesischen Volk“, sagte Herzog. Libanon müsse frei sein vom Einfluss der proiranischen Hisbollah-Miliz, Irans und von Terrororganisationen und als freier und souveräner Staat existieren, forderte er.„Ich träume davon, nach Beirut zu fahren“, sagte Herzog weiter. Dieser Traum könne Wirklichkeit werden, „aber nur, wenn die Zukunft Libanons in Beirut und nicht in Teheran bestimmt wird“.In einer weiteren Botschaft in englischer Sprache sagte der Präsident: „Die Situation ist sehr klar: Wir in Israel wollen Frieden mit Libanon.“ Das israelische Volk unterstütze dies. Dafür müssten die libanesische Führung und das libanesische Volk aber klarmachen, „dass sie Frieden und nicht Terror wollen“.Israels Truppen in Libanon offenbar kurz vor wichtiger Wirtschaftsregion Nabatija Inmitten erneuter Spannungen im Iran-Krieg kommt es in Libanon weiterhin zu schweren Angriffen der israelischen Armee. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete zahlreiche Luftangriffe in weiten Teilen des Südens und im Osten des Landes. Dabei wurden ersten Angaben zufolge mindestens 13 Menschen getötet. Ein Drohnenangriff auf ein Fahrzeug in der Küstenstadt Sidon südlich der Hauptstadt Beirut tötete zwei Menschen, berichtete die Staatsagentur weiter. Israels Armee geht eigenen Angaben zufolge im Süden des Nachbarlandes gegen die Hisbollah und deren Einrichtungen vor.Auch die Kämpfe um die Burg Beaufort in der Provinz Nabatija, die israelische Truppen vor etwa einer Woche eingenommen hatten, dauerten an. Israelische Kampfhubschrauber hätten die Miliz in Nähe der Burg mit Maschinengewehrfeuer angegriffen, berichteten libanesische Medien. Die Hisbollah reklamierte derweil erneut mehrere Angriffe auf israelische Stellungen in Südlibanon für sich.Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge sind israelische Truppen bis in die unmittelbare Nähe der Stadt Nabatija vorgerückt. Damit rückt die Frontlinie näher an einen der wichtigsten wirtschaftlichen Knotenpunkte der Region heran. Die israelischen Streitkräfte befinden sich Berichten zufolge nur noch wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. In Libanon herrscht die Sorge, die israelische Armee könnte sich auf eine Einnahme der Stadt vorbereiten. Dafür gibt es von israelischer Seite keine Bestätigung. Die israelische Armee äußert sich zugleich nicht zu den genauen Positionen ihrer Truppen. Deutschland derzeit gegen weitere Sanktionen gegen jüdische Siedler Im Gegensatz zu Frankreich und Großbritannien lehnt die Bundesregierung weitere Sanktionen gegen jüdische Siedler und israelische Regierungsmitglieder derzeit ab. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Bundesregierung der Auffassung, dass unsere Stimme in ​Israel gehört wird und dass andere Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht geboten sind", sagt Außenminister Johann Wadephul in Berlin. Der Minister ⁠betont zugleich aber: "Wir haben der israelischen Regierung eindeutig gesagt, dass wir der Meinung sind, dass diese illegale Siedlungspolitik nicht so fortgesetzt werden soll." Großbritannien, Frankreich und weitere westliche Staaten ​verhängten am ​Dienstag weitere Sanktionen. Laura OtterAngeblich 20 000 Iraner nach US-Angriff ohne Wasserversorgung Nach den nächtlichen US-Angriffen und Zerstörung ziviler Infrastruktur sind iranischen Angaben zufolge Tausende Bewohner an der Südküste ohne Wasser. Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter.„Durch diesen Vorfall wurden mehr als 20 000 Einwohner der Region, die ohnehin unter schwierigen klimatischen Bedingungen und extremer Hitze leben, vom Zugang zu Wasser abgeschnitten“, hieß es in dem Bericht weiter. Iranische Medien veröffentlichten Fotos, die zerstörte Wasserbecken zeigen sollen. Aktuell herrschen an Irans südlichen Küstenregionen Temperaturen von weit über 30 Grad. Trump: Bin kurz davor, neue Angriffe auf Iran anzuordnen US-Präsident Donald Trump ist ⁠eigenen Aussagen zufolge kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken ​in Iran ​anzuordnen. Iran brauche ‌zu lange, um eine ‌Vereinbarung zu treffen, sagt er bei Fox News. Zuvor hatte ​er in ​einem Post bei Truth Social bereits geschrieben, ​dass Iran nun den Preis dafür zahlen ‌müsse. Details nannte er nicht. Zugleich wiederholte Trump in dem Post die Behauptung, Iran sei militärisch besiegt – obwohl sich die beiden Länder weiterhin Kampfhandlungen liefern. "Der Tyrann des Nahen Ostens ist tot!", so Trump.Mehr ladenTickarooLive Blog Software