Klimakrise, Migration, angeblicher Wahlbetrug: Chrupalla und Weidel punkten mit Desinformation. Zurückgelehnte Live-Interviews funktionieren so nicht.
Alice Weidel beim Sommerinterview 2026 des ZDF: Wo ist das Zentrum für politische Schönheit, wenn man es mal braucht?
Fabian Weiss/ZDF
Der Faktencheck, den das ZDF-„Sommerinterview“ mit AfD-Chefin Alice Weidel verdient hätte, wäre eigentlich der Adenauer-Bus des Zentrums für politische Schönheit gewesen, der im letzten Jahr ausdauernd das Gespräch mit „Scheiß-AfD“-Chorälen beschallt hatte. Das hätte den abermals zum Scheitern verurteilten Versuch, die rhetorische Dampfwalze Alice Weidel im Live-Interview mit Fakten, Argumenten und Fangfragen einzuholen, derart ins Surreale überführt, das zumindest ein bisschen Unterhaltung dabei herumgekommen wäre.
Aber so waren auch die diesjährigen AfD-Sommerinterviews eigentlich wie immer: Erst „Flood the zone with shit“ („Flutet die Zone mit Scheiße“) frei nach dem rechtsextremen Strategen Steve Bannon und anschließend der gewohnt hilflose Versuch, die rausgehauenen Verdrehungen, Falschangaben und offenen Lügen einzuordnen. Ist ein Fakt eingeordnet, hat Weidel in zwei Nebensätzen schon wieder drei neue abenteuerliche bis rassistische Behauptungen aufgestellt. Irgendwas bleibt immer hängen.











