Die für Montag angekündigte Zwangsräumung des Theaters Ost in Berlin-Adlershof ist abgesagt. Wie Theaterdirektorin Kathrin Schülein dieser Zeitung sagte, konnte die von Immobilienentwickler Stefan Klinkenberg veranlasste Zwangsvollstreckung vorläufig abgewendet werden. Damit wird es an diesem Tag auch nicht zu der angekündigten Besetzung des Hauses durch Mitarbeiter und Unterstützer kommen.
Die Wendung wurde möglich, weil bei der Gerichtsvollzieherin die Summe von 10.000 Euro hinterlegt werden konnte, die eine aufschiebende Wirkung hat. Diese Möglichkeit hatte das Landgericht Berlin in seinem Urteil vom 19. Februar 2026 eingeräumt. In diesem Urteil hatte das Gericht dem Kläger Klinkenberg das Recht auf Kündigung des Mietvertrages und Räumung des Hauses zugesprochen, damit die notwendige Sanierung beginnen kann.
Erbbaupächter mit 50.000 Euro am Zuge
Jedoch hatte das Gericht dem Theater auch die Möglichkeit gegeben, der Zwangsvollstreckung durch Hinterlegung der genannten Summe zu entgehen - solange bis Erbbaupächter Klinkenberg die Summe von 50.000 Euro aufbringt und hinterlegt. Kahrin Schülein sagt: Wir kämpfen weiter um den Fortbestand unseres Theaters und müssen versuchen, einen zweiten solchen Termin zu verhindern.








