Kurz nach der Jahrtausendwende sahen sich die Vereinigten Staaten militärisch in der Lage, gleichzeitig zwei regionale Konflikte zu bestreiten. Damals befand sich das Land wohl auf dem Höhepunkt seiner Machtentfaltung. Heute erwecken die Vereinigten Staaten den Eindruck einer durch Munitionsmangel bewirkten militärischen Erschöpfung, über die regelmäßige wüste Drohungen Präsident Donald Trumps gegenüber Iran oder zuletzt auch gegenüber Oman nicht hinwegtäuschen können. Die Kapazitäten der riesigen amerikanischen Rüstungsindustrie, die im Rest der Welt nicht ihresgleichen hat, reichen nicht aus, um die Bestände innerhalb kurzer Zeit aufzufüllen.
Die Macht der USA erodiert
Die Vereinigten Staaten spüren die Grenzen militärischer Macht und die Last hoher Staatsschulden. Nach Trump mag dieses Amerika für ein revitalisiertes Europa wieder kooperationswilliger werden.






