Kommentar

Stand: 20.08.2026 • 21:43 Uhr

Die meisten Migranten, die im Juli von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta gelangten, sind zurückgekehrt. Die Verbliebenen werden erst jetzt in Unterkünfte verlegt, Minderjährige aufs spanische Festland gebracht.

Was seit drei Wochen in Ceuta zu beobachten ist, ist eine Zumutung. Für die Einwohnerinnen und Einwohner von Ceuta, für Sicherheitskräfte, Sozialdienste, das Gesundheitswesen. Für die Menschen, die man wochenlang unter erbärmlichen Bedingungen weitgehend sich selbst überließ. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und nicht zuletzt für die Menschlichkeit.

Man kann unterschiedlicher Meinung über Migrationspolitik, Grenzmanagement und Rückführungen sein. Dass Kinder, teils keine zehn Jahre alt, nicht wochenlang ohne Zugang zu Wasser, Toiletten, Essen und medizinischer Versorgung auf der Straße leben sollten, sollte hingegen unstrittig sein.