Je mehr man ihn will, desto mehr entzieht er sich: Der Schlaf ist so rätselhaft wie unersetzlich. Und gar nicht wenige machen ein Geschäft daraus.

A ngola, Armenien, Antigua und Barbuda. Im Internet habe ich nachgelesen, dass es helfen soll, das Hirn noch einmal anzustrengen, wenn man im Bett liegt, damit es schneller einschläft.

Benin, Bolivien, Bahrain, Botswana. Also gehe ich das Alphabet durch und nenne alle Länder, die mir zu den jeweiligen Buchstaben einfallen. Chile, Côte d'Ivoire. Noch bevor man am Ende ankommt, soll man eingeschlafen sein, hieß es. Dschibuti.

Allerseltenst erreiche ich acht Stunden Schlaf die Nacht, meistens sind es unter sieben. So ist das bei knapp 40 Prozent der Deutschen unter der Woche, wie eine neue Befragung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt. Am Wochenende, wenn vor allem jüngere Betroffene den verpassten werktäglichen Schlaf aufholen, schlafen noch knapp 23 Prozent der Befragten weiterhin zu wenig.

Weniger als sieben Stunden Schlaf, schreibt das RKI weiter, können krank machen. Es gebe ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angstzustände und Depressionen.