Nachdem Apple am Dienstag neue Vorschläge zur Provisions- und Geschäftspolitik in seinen europäischen App-Store-Läden vorgelegt hat, kam es nun zu einer ersten Reaktion der EU-Kommission. In einer Stellungnahme, die unter anderem dem Irish Independent vorliegt, heißt es, Brüssel begrüße die Änderungen der Bedingungen. Diese seien auf einen „engen Dialog“ zwischen der Kommission und Apple zurückzuführen und eine direkte Folge des „Non-compliance“-Beschlusses, der im April 2025 im Rahmen des Digital Market Act (DMA) ergangen war – und mit hohen Strafzahlungen durch Apple verbunden ist.
EU lobt Apples Vereinfachung der Gebührenordnung
Die EU-Kommission hatte sich unter anderem an den sogenannten Steering-Terms gestört, über die Apple festlegt, wie App-Anbieter Nutzer zu anderen Zahlungswegen leiten dürfen. Auch die von Apple eingeführten Möglichkeiten der alternativen App-Marktplätze sagten der Kommission nicht zu. Mit Apples Ankündigung wird die Kommission nun die „effektive Umsetzung“ überwachen, so ein Sprecher.
Im Rahmen des DMA hätten EU-Nutzer das vollständige Recht auf alternative App-Vertriebswege. Der Sprecher lobte unter anderem, dass es künftig nur noch ein einziges „Business Terms“-Regime bei Apple gibt, egal auf welche Art eine App vertrieben wird, also Apples App Store, alternative Marktplätze oder Web. Damit habe es auch eine „signifikante Reduktion und Vereinfachung“ der App-Store-Gebühren gegeben. Apple hatte unter anderem die (für viele Entwickler verwirrende) Core Technology Fee gestrichen, die jetzt als Core Technology Commission nur noch vergleichsweise vereinfacht auftaucht.











