PfadnavigationHomePanoramaArtikeltyp:LivetickerFeuer in DeutschlandGrenzstadt bereitet sich auf Evakuierungen vor – Bewohner in der Eifel kehren zurückStand: 15.08.2026Hunderte Feuerwehrleute kämpfen in Hürtgenwald gegen den größten Waldbrand in Nordrhein-Westfalen. 2000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. „Bei Dunkelheit können die Löschhubschrauber nicht mehr helfen, und das war schwierig für die Einsatzkräfte“, berichtet WELT-Reporterin Greta Wagner.Beim Kampf gegen den Großbrand bei Hürtgenwald in der Eifel werden deutliche Fortschritte erzielt. Dramatischer ist die Lage nahe der belgischen Grenze in Monschau. Mehr im Liveticker.Mehrere Waldbrände wüten in Deutschland und weiteren Ländern Europas. Besonders prekär war die Lage hierzulande in der Eifel bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen. Auch an der belgischen Grenze nahe der Stadt Monschau (NRW) brennt es.Alle Entwicklungen rund um die Waldbrände im Liveticker: 23:46 Uhr – Samstag, 15. AugustBewohner in Monschau sollen sich auf Evakuierungen vorbereitenWegen des großen Waldbrandes im Hohen Venn bittet die nordrhein-westfälische Stadt Monschau Bewohner mehrerer Siedlungen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Betroffen seien die Menschen in Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau und Plattevenn, teilte die Stadt an der deutsch-belgischen Grenze auf ihrer Facebook-Seite mit. Konkret gehe es um 47 Häuser, sagte eine Sprecherin der Stadt.Wenn möglich, sollten Anwohner bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Die Einrichtung von Notunterkünften werde vorbereitet. Es handele sich zunächst um eine vorbeugende Maßnahme, hieß es weiter. Die belgischen Behörden ordneten die Evakuierung der Gemeinden Surbrot, Bütgenbach, Küchelscheid und Leykaul ein. Der Waldbrand im Hohen Venn nahe der deutschen Grenze ist einer größten in der Geschichte Belgiens. Die Flammen verwüsteten nach Behördenangaben inzwischen mehr als 2700 Hektar Wald – rund 50 Kilometer entfernt vom Waldbrandgebiet in der deutschen Eifel bei Hürtgenwald. 21:30 Uhr – Samstag, 15. AugustBewohner in Hürtgenwalder Ortsteil Gey dürfen zurück in ihre HäuserDie Bewohner des Ortsteils Gey in Hürtgenwald dürfen in ihre Häuser zurück. Das hat der Landrat des Kreises Düren entschieden. Die 1800 Bewohner hatten in der Nacht auf Freitag wegen des Waldbrandes in der Nordeifel das Gebiet verlassen müssen. Die Flammen waren bis auf 250 Meter an Grundstücke herangerückt.22:00 Uhr – Samstag, 15. AugustFeuer in UnterfrankenIn Waldaschaff in Unterfranken hat es nach Angaben der Feuerwehr auf etwa fünf Hektar gebrannt. Es handele sich um einen Flächenbrand, der in den angrenzenden Wald gezogen sei, sagte Markus Fischer, Kreisbrandmeister im Landkreis Aschaffenburg, am Abend. Im Moment brenne es noch im Waldgebiet. Bis zu 600 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen waren demnach vor Ort. Drei Polizeihubschrauber werfen laut Fischer Löschwasser ab.Anfänglich mussten Häuser evakuiert werden, die Menschen konnten aber zurück, wie der Kreisbrandmeister berichtete. Es sei sicher. „Das Feuer breitet sich nicht mehr weiter aus, muss jetzt aber vollständig gelöscht werden“, betonte er. Nach Angaben vom Abend hatten drei Feuerwehrleute Kreislaufprobleme und wurden notärztlich versorgt, mussten aber nicht ins Krankenhaus.19:00 Uhr – Samstag, 15. AugustEinsatz von Hubschraubern im Hürtgenwald eingestelltBeim Kampf gegen Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel gibt es offensichtlich weiteren Fortschritt. Am frühen Abend wurde der Einsatz von Hubschraubern zur Brandbekämpfung eingestellt. Es gebe aktuell keinen Bedarf mehr, sagte eine Sprecherin des Kreises Düren zur Begründung.18:36 Uhr – Samstag, 15. AugustWaldbrand in Belgien nahe deutscher Grenze breitet sich aus – erste EvakuierungenEin Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze hat sich am Samstag weiter ausgebreitet. Die Flammen verwüsteten bereits mehr als 1650 Hektar Wald – rund 50 Kilometer entfernt vom Waldbrandgebiet in der deutschen Eifel bei Hürtgenwald. Die Behörden ordneten die Evakuierung zweier Ortschaften an. Auch im Südwesten Frankreichs und auf dem Balkan kämpften die Einsatzkräfte weiter gegen Waldbrände. Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer größten in der Geschichte Belgiens. Das Feuer war am Freitagnachmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen und breitete sich in der Nacht und am Samstag rasch aus. Die Behörden riefen die Bewohner der rund 15 Kilometer von der deutschen Grenzen entferten Gemeinden Surbrot und Bütgenbach am Samstag zur Evakuierung auf. „Es besteht die Gefahr, dass die Flammen die Wohngebäude erreichen, aber wir tun alles, um sie zu schützen“, sagte ein Behördensprecher der AFP.Blick auf das Feuer im Hohen VennQuelle: Natacha Freisen/Belga/dpa17:39 Uhr – Samstag, 15. AugustKein größerer Regen im HürtgenwaldRund um das Großfeuer im Hürtgenwald ist aktuell und auch in den nächsten Tagen kein nennenswerter Regen zu erwarten. „Es sieht nicht nach Regen in größeren Mengen aus – auch für die folgenden Tage nicht“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes. Am Nachmittag hatte es in Hürtgenwald leicht geregnet. „Wir haben etwas Getröpfel über NRW. Sehr geringe Niederschlagsmengen, die nicht helfen“, sagte die Sprecherin. Allerdings hätten sich bisher über der Eifel auch keine Gewitter gebildet, sodass es nicht zu stärkeren Böen komme. Brandbekämpfer hatten befürchtet, dass stärkerer Wind oder gar Böen das Feuer wieder anfachen könnten. Möglicherweise könne eine lokale Gewitterzelle am Abend das Wetter rund um den Brandherd beeinflussen, hieß es vor Ort.17:02 Uhr – Samstag, 15. AugustAuch in Unterfranken hat es gebranntMehr als 300 Einsatzkräfte haben in Unterfranken gegen einen Waldbrand gekämpft. Am Samstagnachmittag war das Feuer bei Rechtenbach (Landkreis Main-Spessart) unter Kontrolle, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Die betroffene Fläche erstreckt sich den Angaben nach auf rund 7.000 Quadratmeter. Bereits am späten Freitagabend gab es in Unterfranken einen weiteren Waldbrand. In Höchheim (Landkreis Rhön-Grabfeld) waren nach Polizeiangaben rund 200 Einsatzkräfte mehrere Stunden mit Löschmaßnahmen beschäftigt. Zwei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen.15:57 Uhr – Samstag, 15. AugustWüst: „Wir sind weiter abhängig davon, dass es nicht zu windig wird“Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich im Lagezentrum von den Einsatzkräften über die aktuelle Situation informieren lassen. Danach sagte er: „Es besteht jetzt erste Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann. Es besteht auch erste Hoffnung, dass die evakuierten Menschen aus der Ortschaft Gey bald wieder in ihre Häuser zurückkehren können, wenn es weiter gut läuft“, so Wüst. Mit Blick auf leichten, einsetzenden Nieselregen vor Ort sagte er: „Jetzt kommen ein paar Tropfen Wasser, damit könnte dann ein bisschen auffrischender Wind verbunden sein. Also wir sind weiter abhängig davon, dass es nicht zu windig wird.“ Wüst ergänzte: „Bisher ist kein Haus verloren gegangen.“ Es sei auch verhindert worden, dass Menschen zu Schaden gekommen seien. Er dankte allen Einsatzkräften, unter anderem für die Unterstützung des Bundes.NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst beim Besuch im WaldbrandgebietQuelle: Jana Rodenbusch/REUTERS15:22 Uhr – Samstag, 15. August„Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht“, sagt NRW-Innenminister ReulNordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass der große Brand im Hürtgenwald von Menschen verursacht wurde. „Das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten“, sagte Reul am Samstag bei einem Besuch der Einsatzkräfte vor Ort. Einen Waldbrand wie im Hürtgenwald habe er noch nicht gesehen, sagte der CDU-Politiker: „Es ist ein Riesenfeuer.“ Reul dankte den Einsatzkräften aus Bund und Ländern sowie den Freiwilligen für ihren Einsatz. „1400 Leute aus Bund und Ländern, alle helfen mit – ich finde das grandios“, sagte er. Unverständnis zeigte Reul für Kritik, dass das Land Nordrhein-Westfalen keine eigenen Löschflugzeuge habe. „Diese Nörgeleien, ich habe keine Lust mehr darauf. Bitte nachher nörgeln, Ende, aus.“ Nun sei es das Wichtigste, das Feuer unter Kontrolle zu halten.NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bei seinem Besuch im Waldbrandgebiet im HürtgenwaldQuelle: Federico Gambarini/dpa15:05 Uhr – Samstag, 15. AugustBrand in Nordsachsen womöglich von Menschen verursachtBei einem Waldbrand im Landkreis Nordsachsen ist eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern beschädigt worden. Die Ursache des Feuers sei noch unklar, teilte die Polizei mit. Es gebe aber Hinweise, dass der Brand durch Menschen verursacht worden sein könnte. Deswegen werde nun ermittelt. Der Waldboden war am Freitagnachmittag bei Doberschütz in Brand geraten. Mehrere Feuerwehren rückten an und verhinderten nach Polizeiangaben, dass sich die Flammen weiter ausbreiteten. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt.nw/saha/ll/jho/lfb/coh mit dpa/AFP