Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wird ein Ortsteil evakuiert. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1800 Menschen leben, müsse „sofort evakuiert“ werden, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Morgen mit. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet.Insgesamt stehen laut der Gemeinde rund 25 Hektar in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“.Die Flammen sind nach Angaben einer Polizeisprecherin nur gut 500 Meter vom Ortsteil Gey entfernt. Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch das Feuer gefährdet.Wegen des Brandes warnt die Gemeinde die Bevölkerung: Menschen sollen die Bereiche Kleinhau, Gey und die L25 meiden. Die B399, die entlang des betroffenen Waldstücks verläuft, ist zudem für den Verkehr gesperrt. Zahlreiche Feuerwehrleute kämpfen seit Donnerstagnachmittag gegen die Flammen. Auch ein Hubschrauber warf Löschwasser über dem Wald ab. Dieser konnte mit Beginn der Dunkelheit nicht mehr fliegen. Feuerwehrleute waren auch in der Nacht im Einsatz. Verletzte seien bislang nicht gemeldet worden, erklärte die Sprecherin. Die Brandursache blieb zunächst unklar. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9000 Menschen. Auch im Saarland tobt ein Brand Im Saarland bekämpfen Hunderte Einsatzkräfte seit dem Nachmittag einen Waldbrand bei Ottweiler im Landkreis Neunkirchen. Nach derzeitiger Einschätzung seien maximal rund zehn Hektar betroffen, teilte das saarländische Innenministerium mit. „Bei 33 Grad Celsius und starker Rauchentwicklung ist der Einsatz besonders belastend.“ Vier Einsatzkräfte wurden verletzt. Sie werden aufgrund von Rauch- und Hitzeeinwirkungen medizinisch versorgt.Vorsorglich wurden eine Gaststätte und ein Wohnmobilstellplatz evakuiert. An den Seiten des Brandes mit angrenzender Wohnbebauung sichern Einheiten aus dem Landkreis St. Wendel einen Bereich mit eigener Wasserversorgung, wie es hieß. Einsatzkräfte der Feuerwehr am Donnerstagnachmittag bei Ottweiler im Saarland. © dpa/Brandon Lee Posse Der Sprecher der Feuerwehren Landkreis Neunkirchen, Andreas Kuhn, sagte, es seien Kräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz aus mehreren Landkreisen im Einsatz. Es sei inzwischen gelungen, eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes zu stoppen. „Der Einsatz wird die Kräfte voraussichtlich noch längere Zeit beschäftigen“, sagte Kuhn.Die Bevölkerung wird dringend gebeten, das betroffene Gebiet weiterhin weiträumig zu meiden und Zufahrts- sowie Rettungswege unbedingt freizuhalten. „Die Feuerwehr bittet darum, von Fahrten oder Aufenthalten im Einsatzgebiet abzusehen“, hieß es.Saarlands Innenminister Reinhold Jost machte sich ein Bild vom Ausmaß des Brandes. Die Strategie, die Wohnbebauung zu schützen und das Feuer in der Vegetation einzudämmen, zeige Wirkung, sagte er laut Mitteilung vom Abend. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen Einsatzkräften und bei der Einsatzleitung. (dpa/Tsp)
Waldbrand nähert sich Wohnhäusern: 1800 Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen evakuiert werden
Bereits seit Donnerstagnachmittag kämpfen Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand in der Eifel. Jetzt nähert sich dieser der Gemeinde Hürtgenwald. Auch im Saarland tobt ein Brand.












